Puls: Vertriebsniederlassung in Japan Wertepartnerschaft als Schlüssel

Seit Anfang 2019 baut Puls im japanischen Nagoya eine eigne Vertriebsniederlassung auf, um die besonderen Bedürfnisse japanischer Kunden aus der High-Tech-Industrie mit lokaler Präsenz sowie hohem Beratungs- und Serviceniveau in der Landessprache reagieren zu können.

Seit Januar dieses Jahres baut Puls eine eigene Vertriebsniederlassung im japanischen Nagoya auf. Ziel ist es, die Bedürfnisse japanischer Kunden in Zukunft mit einem hohen Serviceniveau in lokaler Sprache zu adressieren.

Wir haben den japanischen Markt in den letzten Jahren in Zusammenarbeit mit Distributoren durch unser Puls-Team in Singapur betreut«, erläutert Stefan Seidenzahl, Director Sales South and East Asia bei Puls. »Daneben gab es auch direkte Aktivitäten von Deutschland aus.« Der Erfolg des bisherigen Engagements lässt nun den zweiten Schritt, die Etablierung einer eigenen Vertriebsniederlassung in Japan, folgen. Erste Erfolge in verschiedenen japanischen Hochtechnologiebereichen, von der Automatisierungstechnik über die Automobilfertigung bis zur Prozesstechnik, erfordern für die weitere Generierung nachhaltigen Geschäfts eine direkte Präsenz vor Ort, vor allem aber die Bereitstellung eines hohen Serviceniveaus in Landessprache.

Für den Aufbau der Niederlassung in Nagoya hat Puls den Physiker Dr. Hiroshi Morikawa gewonnen. Der erfahrene Manager, der unter anderem für internationale Konzerne wie Siemens tätig war, wird aufgrund seiner ausgezeichneten Sprachkenntnisse in Deutsch und Japanisch entscheidend dazu beitragen können, die sprachliche sowie die kulturelle Barriere zwischen Puls und potenziellen japanischen Kunden zu überwinden. »Dieser Faktor ist absolut erfolgsentscheidend«, versichert Seidenzahl; »die Entscheidung für den Aufbau einer eigenen Vertriebsniederlassung und die damit verbundenen Investitionen unterstreichen zudem für unsere japanischen Kunden die Ernsthaftigkeit, mit der wir unser Engagement dort vorantreiben«.

Zu den vordringlichen Aufgaben von Dr. Morikawa zählt vor allem der Aufbau eines schlagkräftigen Teams in den nächsten Monaten. An erster Stelle steht dabei die Suche nach einem erfahrenen FAE, um den Engineering-Driven Approach von Puls auch in Japan in vollem Umfang unterstützen zu können. Auf seinem Plan steht aber auch der Aufbau eines leistungsfähigen Vertriebsinnendienstes, um den lokalen Markt und seine besonderen Bedürfnisse rundum betreuen zu können.

Seidenzahl verweist darauf, dass der Prozess der Vertrauensbildung, um profitable Geschäfte in Japan aufzubauen, eher langfristig angelegt ist. »Es ist aber auf jeden Fall erfreulich, zu sehen, dass in allen Fällen die Werte, für die Puls als Unternehmen und als Produkt steht, den Unterschied machen und ausschlaggebend sind für unseren bisherigen Erfolg in Japan.« Seit der Firmengründung im Jahr 1980, so Seidenzahl, seien Werte wie Ehrlichkeit, Qualität und Vertrauen fest in der Firmenkultur des Unternehmens etabliert. »Das sind Werte, die unsere japanischen Kunden nachvollziehen können und sehr schätzen«, so der Puls-Manager.

Seidenzahl spricht in diesem Zusammenhang von einer Wertepartnerschaft und betont, dass beide Seiten angesichts der aktuellen globalen Herausforderungen die gemeinsamen Wertevorstellungen hochhalten. »Japanische Ingenieure hinterfragen technische Angaben genau und sind in ihren Recherchen sehr gründlich«, erläutert er. »Hier können wir mit unserem langjährigen Know-how und unserer detaillierten technischen Dokumentation punkten.«

Auch wenn die seit dem 1. Februar 2019 existierende weltgrößte Freihandelszone zwischen Japan und der EU keinen direkten finanziellen Einfluss für Puls auf das Geschäft mit Japan hat – die Produkte waren bereits zuvor zollfrei – so ist doch seither die Aufmerksamkeit für das Thema Wertepartnerschaft gewachsen. »Dazu hat unter anderem auch der Besuch von Frau Merkel in Japan beigetragen«, versichert Seidenzahl. So rechnet er durch die Freihandelszone, die einen gemeinsamen Wirtschafts- und Werteraum für 600 Millionen Menschen bildet, mit einer Intensivierung von Kooperationen. »Das wird positive Effekte haben und hoffentlich den Eintritt in eine eher geschlossene Gesellschaft und Wirtschaft in Japan unterstützen.«

Der Puls-Manager will das Engagement in Japan auch nicht nur am Geschäft messen, das in Japan generiert wird. »Wir verfolgen einen mittel- und langfristig definierten Ansatz, und der Einfluss, den japanische Designs auf Kunden und Umsätze außerhalb von Japan haben, ist nicht zu unterschätzen!«