5 GW bis 2030 Wasserstoffstrategie kommt

Die PEM-Elektrolysesystemen »Silyzer« nutzen Wind- und Sonnenenergie, um Wasserstoff zu produzieren – und das völlig CO2-frei.
Die PEM-Elektrolysesystemen »Silyzer« nutzen Wind- und Sonnenenergie, um Wasserstoff zu produzieren – und das völlig CO2-frei.

Nach langen Verzögerungen will die schwarz-rote Koalition kurzfristig eine Wasserstoffstrategie vorlegen. Bis 2030 sollen industrielle Produktionsanlagen von bis zu 5 GW Gesamtleistung entstehen.

Das beschlossen die Spitzen von Union und SPD. Ziel solle es sein, Deutschland bei modernster Wasserstofftechnik zum »Ausrüster der Welt« zu machen.

Die Entwicklung von Wasserstoffproduktionsanlagen soll gefördert werden. Um den Einsatz der Technologie auch in Deutschland im Industriemaßstab zu demonstrieren, sollen bis 2030 zunächst industrielle Produktionsanlagen von bis zu 5 GW Gesamtleistung entstehen, bis 2035 sollen weitere Kapazitäten dazukommen.
 
Der Umstieg von fossilen Energieträgern auf Wasserstoff soll insbesondere bei industriellen Prozessen gefördert werden. Geplant sind etwa Investitionszuschüsse in neue Anlagen. Die Produktion von grünem Wasserstoff soll von der EEG-Umlage zur Förderung des Ökostroms befreit werden. Eine Nachfragequote nach klimafreundlichem Stahl solle geprüft werden.

Um die Wasserstoffstrategie umzusetzen, sollen Partnerschaften mit Ländern aufgebaut werden, in denen aufgrund der geografischen Lage Wasserstoff effizient produziert werden kann. Als denkbar gilt dies etwa in Afrika.

Die Wasserstoffstrategie der Bundesregierung ist bisher erst in Entwurfsfassungen bekannt. Wirtschafts-, Umwelt- und Forschungsministerium streiten seit längerem darüber, welche Wasserstoff-Arten gefördert werden und wo sie eingesetzt werden sollen.