ET System electronic Vielseitige Einsatzgebiete für Wechselspannungsquellen

Laborstromversorgung der Serie EAC von ET System electronic

AC-Quellen stellen frei einstellbare Wechselspannungen zur Verfügung und ermöglichen damit unter anderem die Entwicklung von Geräten für andere Stromnetze wie z.B. das Flugzeug-Bordnetz (400 Hz) oder das amerikanische 110V/60Hz-Netz. Sie helfen aber auch dabei, das Verhalten von Komponenten, Schaltnetzteilen, Motoren und Geräten im Normalbetrieb ebenso wie bei Unter- oder Überspannungen zu beobachten.

ET System electronic hat 2009 seine AC-Quellen-Serie EAC komplett überarbeitet. Die Wechselspannungsquellen liefern je nach Ausführung ein- oder dreiphasige Sinus-, Rechteck- oder Dreieckspannungen. Der manuell einstellbare Frequenzbereich liegt zwischen 1 und 2000 Hz, zusätzlich lassen sich die häufig benötigten Frequenzen 50 Hz, 60 Hz und 400 Hz auch per Tastendruck wählen. In der Standardausführung bieten die Geräte einen Spannungsbereich von 0 bis 300 V bei einem Leistungsbereich von 250 VA bis 45 kVA. Die Ströme betragen bis 80 A pro Phase, wobei die Hochstromvariante stromgeregelt bis 500 A zur Verfügung stellt. Alternativ sind Spannungen bis 500 V AC beziehungsweise bis 700 V AC verfügbar, wobei die maximalen Ausgangsströme jeweils um 40  bzw. 50 Prozent reduziert sind. Die gesamte Baureihe weist sehr gute Regeldaten auf und bietet bei einer Regelgüte von 0,1 Prozent einen sehr kleinen Klirrfaktor von 0,1 Prozent sowie eine Programmiergenauigkeit der Wechselspannung von 100 mV.

ET System electronic hat die Geräte mit vielfältigen Funktionen ausgestattet, die sie zu universellen AC-Quellen für den Einsatz bei der Komponentenentwicklung und -prüfung machen. So bieten die Geräte eine für AC-Quellen eher ungewöhnliche UI-Regelung und können als Konstantspannungs- und als Konstantstromquelle betrieben werden. Für Anwendungen, bei denen einer Gleichspannung eine Wechselspannung überlagert werden muss, ist standardmäßig auch ein Gleichspannungsausgang mit 0 bis 700 V DC bzw. 0 bis 1000 V DC vorhanden.

Flicker-Simulation nach EN 61000-4-11

Über eine spezielle Funktion bieten die Geräte die Möglichkeit, kurzzeitige Netzausfälle, die so genannten Flicker, zu simulieren. Mit dieser Funktion, bei der das Gerät eine bestimmte Anzahl von Sinus-Halbwellen ausfallen lässt, können die in der Norm EN 61000-4-11 vorgeschriebenen Prüfverfahren durchgeführt werden. Dazu lässt sich am EAC-S zusätzlich zur Nennspannung auch einstellen, wie stark der prozentuale Spannungseinbruch sein soll und für wie viele Halbwellen die Spannung ausfallen sollen.

Weil es bei Netzstörungen, die etwa durch das Abschalten großer Verbraucher ausgelöst werden, häufig auch zu einer Verschiebung der Phasenlagen kommt, bietet das EAC-S optional auch die Möglichkeit, die einzelnen Phasenlagen mit einer Genauigkeit von 0,1° unabhängig von einander einzustellen, um solche Störungen im Netz frei simulieren zu können. Zusätzlich sind Signalkurven zu verschiedenen Standards wie EN und MIL bereits fest hinterlegt, und zur Speicherung der aktuellen Konfiguration stehen zehn Speicherplätze zur Verfügung.

Display schafft Überblick

Damit der Anwender den Überblick bewahrt, misst das EAC-S automatisch Ausgangsspannung, Effektivstrom, Mittelwert und Spitzenstrom, Wirkleistung, Blindleistung, Scheinleistung sowie den Power-Faktor und Crest-Faktor. Diese Größen werden gleichzeitig auf dem großen Grafikdisplay angezeigt. Das gilt auch für die dreiphasigen Geräte, allerdings können hier auf dem Display nicht sämtliche Messwerte gleichzeitig dargestellt werden. Das Gerät stellt verschiedene Übersichtsbildschirme zur Verfügung, beispielsweise mit Anzeige aller drei Leistungen, aller Spannungen oder etwa aller Werte eines Ausgangs.

Beliebige Spannungskurven

Neben Sinus-, Rechteck- und  Dreieckspannungen liefert das EAC-S auch beliebige andere Kurvenformen. Dazu erstellt der Anwender an einem PC eine entsprechende Wavedatei in Form eines Scriptes und übergibt sie über eine SD-Karte an die AC-Quelle. Das Gerät, das bis zu drei solcher Kurven speichern kann, bildet sequenziell den Kurvenverlauf nach, so dass sich zum Beispiel die getreppten Spannungsverläufe eines Rechteck-Wechselrichters oder die Signalverläufe von Triacs oder Dimmern simulieren lassen. Über einen externen Oszillatoreingang  lassen sich auch externe Signale einspeisen, so dass der Anwender eigene Signalgeneratoren nutzen kann.

Vielfältige Schnittstellen zur Ansteuerung

Die Baureihe EAC-S lässt sich mit unterschiedlichen Schnittstellen ausstatten, die für universelle Anbindungsmöglichkeiten sorgen und die Ansteuerung des Gerätes ermöglichen. Neben RS232, RS485, USB und IEEE 488 steht auch eine LAN-Schnittstelle zur Verfügung, zudem sind die AC-Quellen auch mit galvanisch getrennten, selbstkalibrierenden 5- bzw. 10-V-Analog-Schnittstellen verfügbar.

Die Fernüberwachung, Fernsteuerung und Konfiguration kann bei den Geräten mit einer LAN-Schnittstelle auch über eine Web-Oberfläche erfolgen. In Verbindung mit der IEEE-Schnittstelle lassen sich zudem auch die Treiber für die Benutzeroberfläche Lab View nutzen.