TDK-Lambda stärkt sich über Akquisition Strategischer Ausbau von Produkt- und Marktsegmenten

Stärkt TDK-Lambdas Position im Bereich des schnell wachsenden Marktes für Hutschienen-Netzteile: die Übernahme der Schweizer Nextys. Adam Rawicz, Managing Director von TDK-Lambda EMEA, Kazuhiko Sekimoto, General Manager Administration Div. TDK-Lambda Japan, Marius Ciorica, CEO Nextys, Gustav Erl, General Manager TDK-Lambda Germany.

Mit der Akquisition von Nextys hat TDK-Lambda Anfang des Jahres seine Stellung im Bereich Hutschienen-Netzteile gestärkt.

Wie Gustav Erl, Geschäftsführer der TDK-Lambda Germany, erläutert, baut TDK-Lambda aktuell die Lagerkapazitäten in Achern um 30 Prozent aus, erhöht die Produktions- und Lagerkapazitäten in Israel und erweitert das Spektrum der dort entwickelten und gefertigten Produkte. Zeitnah soll es zudem aus Japan zu einer Produktoffensive im DC/DC-Bereich kommen.

Aktuell gibt es erste Anzeichen, dass wir auf eine Rezession zusteuern«, kommentiert Gustav Erl, Geschäftsführer der TDK-Lambda Germany, die wirtschaftliche Entwicklung der letzten Monate am deutschen und europäischen Stromversorgungsmarkt. Besonders erfreulich war für ihn die Entwicklung beim Thema Book-to-Bill. »Noch im 4. Quartal des Vorjahres standen wir da bei 1,1. Inzwischen bewegt sich der Index-Wert bei 0,95«, erläutert Erl.

Doch aus den Ereignissen des Vorjahres hat man am Hauptstandort Achern Konsequenzen gezogen. Das im Jahr 2012 errichtete zentrale europäische Lagerhaus wird derzeit erweitert. Bis September soll die Erweiterung abgeschlossen sein. Durch die zusätzlich geschaffenen 750 m2 Lagerfläche, die Platz für 500 Palettenplätze bietet, erhöht sich die gesamte Lagerfläche in Achern auf 3000 m2.
Damit erhöht sich auch der Wert des Lagers auf einen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag. »Wir mussten reagieren«, gibt Erl zu, »bei einer Reihe von Produkten hatten sich die Lieferzeiten im Vorjahr von 12 auf 20 Wochen erhöht«. In manchen Fällen hatte man von See- auf Luftfracht umgestellt, um der gestiegenen Nachfrage nachkommen zu können.

Wie Erl erläutert, ist es aber nicht nur die generell gesteigerte Nachfrage, die eine Erweiterung notwendig machte. »Wir haben für eine Reihe von Kunden, unter anderem aus dem Medizinelektronikbereich, umfangreiche Logistikkonzepte entwickelt und inzwischen auch umgesetzt, die sich in einem deutlich gesteigerten Bedarf an Lagerfläche manifestieren.«

Auch wenn der TDK-Lambda-Manager in Summe für 2019 von einer flachen Geschäftsentwicklung ausgeht und deshalb nur mit einem leichten Zuwachs rechnet, gibt es doch einzelne Bereiche wie etwa die Medizinelektronik, »wo sich derzeit einiges tut«. Traditionell stark war das Unternehmen dort in der Vergangenheit für Stromversorgungen für die medizinische Bildgebung (MRTs, CRTs) sowie Stromversorgungen für Dialyse-Geräte. Eine Stärke, die sich in einem Marktanteil von 13 Prozent (Quelle: IHS Markit 2017) niederschlug.

In den letzten Jahren ist mit dem Homecare-Markt jedoch ein neuer Absatzmarkt hinzugekommen, der eine hohe Wachstumsdynamik aufweist. Dort kommen vor allem kompaktere Geräte kleiner und mittlerer Ausgangsleistung zum Einsatz. »Wir haben deshalb Geräte mit Ausgangsleistungen bis 600 W entwickelt und auf den Markt gebracht, die uns auch in diesem sich neu eröffnenden Marktbereich eine gute Positionierung verschaffen«, erläutert Erl.

Von besonderem Interesse ist für TDK-Lambda auch der Bereich der Hutschienen-Netzgeräte. »Dieses Marktsegment wächst viel schneller als viele andere im Stromversorgungsgeschäft«, stellte denn auch Adam Rawicz, Managing Director von TDK-Lambda EMEA, anlässlich der Übernahme des Schweizer DIN-Schienen-Netzgerätespezialisten Nextys Anfang dieses Jahres fest. »Durch die Fachkompetenz des Nextys-Teams wird unsere Position als Marktführer für industrielle Stromversorgungen gestärkt«, so Rawicz. »Darüber hinaus werden unsere starken globalen Vertriebskanäle das Wachstum für Nextys-Produkte erheblich erhöhen.«