Microinverter und Optimierer machens möglich PV-Anlagen für Dächer in Ost-West-Richtung

Weil neue Elektronik mehr an Energie aus den PV-Modulen herausholt, können die Anwender künftig Dachflächen nutzen, die bisher für PV-Anlagen weniger geeignet waren, insbesondere beide Dachschrägen von Häuser, die in Ost-West-Richtung ausgerichtet sind.

Aber auch unsymmetrische Strings sind künftig kein Problem mehr und Module lassen sich künftig auch dort platzieren, wo sie zeitweise von Verschattung betroffen sind. Eine Möglichkeit, mehr Energie aus den Modulen zu holen, besteht darin, gleich den ganzen String-Wechselrichter weg zu lassen und Microinverter an den Modulen anzubringen. Die amerikanische Firma Enphase war hier Pionier, jetzt hat das englische Start-up-Unternehmen Enecsys auf der Intersolar einen Microinverter vorgestellt, auf den das Unternehmen eine Garantie von 20 Jahren gibt. Sie arbeiten im Temperaturbereich zwischen -40 und + 85 °C und haben eine Lebenserwartung von mindestens 25 Jahren – sie werden also während der Laufzeit einer PC-Anlage nicht ausfallen, ausführliche Testreihen liegen laut Enecsys vor.

Die lange Lebenszeit erreichen die Microinveter, weil es gelungen ist, sie ohne elektronische Komponenten aufzubauen, die Alterungsprozessen unterworfen sind und bisher die Lebensdauer von Wechselrichtern eingeschränkt habe. Insbesondere kommen die Microinverter von Enecsys ohne Elektrolytkondensatoren und Optokoppler aus. Außerdem erlauben die Microinverter, die PV-Anlage zu überwachen und sie schalten die Module im Brandfall ab.

Vor allem speisen sie die Energie eines jeden Moduls direkt ins Wechselstromnetz ein, alle diesbezüglichen Anforderungen erfüllen die neuen Inverter. »Im Durchschnitt können die Anwender gegenüber konventionellen Systemen den Ertrag um 25 Prozent steigern«, sagt CEO Paul Engle, den einige noch aus seiner Zeit als CEO von Xignal kennen werden, ein deutsches Sart-up-Unternehmen, das A/D-Wandler entwickelt hat und das später von National Semiconductor übernommen wurde. Engle will sich zunächst auf den europäischen Markt konzentrieren, die ersten Produkte sind für 200-W-, 240-W- und 280-W-Module geeignet.