Überraschungen bei EMV-Prüfung vermeiden Power-Design mit Schaltnetzteil und DC/DC-Wandler

Die Kosten eines Re-Designs werden oft unterschätzt

»A stitch in time saves nine…«, sagt ein altes englisches Sprichwort und impliziert damit, dass rechtzeitig erkannte Fehler hohe Folgekosten vermeiden. Das gilt in besonderem Maße, wenn EMV-Probleme erst bei der Zertifizierung zum Vorschein kommen. Überprüft man das Design nämlich bereits in der Engineering-Phase, spart man nicht nur die Kosten für einen »zweiten Versuch« im Prüflabor, die schnell den fünfstelligen Bereich erreichen können, sondern gewinnt vor allem Zeit – Zeit, die sonst im Engineering für Ursachenforschung und Re-Design verloren ginge und Zeit in der Warteschlange für den zweiten Test im Prüflabor. Benötigt man darüber hinaus externe Hilfe beim EMV-Design, kommen noch Wartezeiten beim Spezialisten dazu. 

Die Folge ist eine um zwei oder drei Monate verspätete Markteinführung. Zwar sind die wahren Kosten für die dadurch entgangenen Verkäufe von der jeweiligen Situation abhängig und nur ansatzweise zu schätzen, sie können aber bei schnelllebigen Produkten und angespannter Wettbewerbssituation den entscheidenden Unterschied ausmachen zwischen Erfolg und Misserfolg eines Produktes am Markt. Es empfiehlt sich deshalb, bei kritischen Applikationen die EMV-Problematik schon im Vorfeld zu eliminieren.

Recom bietet bei Bedarf für relativ wenig Geld Kunden den »Added Value«, das EMV-Verhalten ihrer Produkte schon im Prototypen-Stadium zu prüfen und gegebenenfalls zusammen mit den Spezialisten gleich vor Ort konkrete Vorschläge zur Problemlösung zu erarbeiten. Zwar ist das eigene Labor nicht offiziell akkreditiert, die erzielten Messergebnisse sind aber mit denen akkreditierter Labors absolut kompatibel. 

Ein Beispiel aus der Praxis: In der Grafik sind die Messungen am Prototypen eines Kunden dargestellt. Da der blaue Punkt bei 40 MHz etwas über dem Limit (durchgezogene rote Linie) liegt, wäre das Gerät bei der Zertifizierung durchgefallen. Durch Modifikation des Eingangsfilters und Einbau einer zusätzlichen »Common Mode-Drossel« gelang es, die Rückwirkung von der Schaltung auf die Versorgungsleitung wirksam zu blocken (dargestellt im unteren Teil der Grafik). Der erfolgreichen Zertifizierung stand danach nichts mehr im Wege.  

Auch einer Reihe weiterer Kunden konnten die EMV-Spezialisten von Recom schon helfen, darunter etwa einem Kunden aus der Medizinelektronik, dem mit zwei relativ kleinen Eingriffen an Schirmung und Ferrit der Weg zum Prüfsiegel geebnet wurde. 

Dieser ungewöhnlich gute Support soll nicht nur der Verbesserung der Kundenbeziehung dienen, sondern Recom durch die Nähe zur Kundenapplikation auch wichtige Impulse bei der Entwicklung neuer Produkte liefern.