Deutscher Stromversorgungsmarkt Optimistischer Ausblick in ungewisse Zeiten

Wie stellt sich für die Anbieter von Stromversorgungslösungen aktuell die Situation auf dem deutschen Markt dar?

Werden sie im Gefolge der Corona-Pandemie zunehmend mit Stornierungen konfrontiert, oder lassen sich in Zusammenarbeit mit den Kunden auch andere Lösungen finden, etwa die Verschiebung geplanter Lieferungen?

Wie schätzen die Spezialisten auf dem deutschen Stromversorgungmarkt zur Jahresmitte die weitere Entwicklung im Geschäftsjahr 2020 ein? Rechnen sie noch mit einem schnellen Aufschwung, oder überwiegt bei ihnen der Eindruck, dass die wirtschaftliche Erholung längere Zeit in Anspruch nehmen wird?

Eine aktuelle Branchenumfrage der Markt&Technik zeigt, dass die Schockwellen der Corona-Pandemie und ihrer Auswirkungen die Stromversorgungsspezialisten auf dem deutschen Markt erst mit einer gewissen Verzögerung in der zweiten Aprilhälfte, nach Ostern, getroffen haben. Spätestens dann ist allen klar geworden, dass sich die Covid-19-Thematik spürbar negativ in den Auftragsbüchern niederschlagen wird.

 

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Umfrage Stromversorgung

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Als Reaktion der Kunden war am Markt nach Angaben der Stromversorgungs-Spezialisten alles zu beobachten, von Panikkäufen im Standardbereich, um noch schnell die Lager vor dem Lockdown aufzufüllen, bis zur Aufforderung, Liefertermine so lange wie nur irgend möglich hinauszuschieben, bis hin zu Pull-in Anfragen.

Bei der Frage, wie sich die zweite Hälfte des Geschäftsjahres 2020 gestalten wird, zeigt sich die deutsche Stromversorgungsbranche vorsichtig optimistisch. In der Mehrheit rechnen die Befragten mit einer Normalisierung der Situation bis zum Jahresende 2020, mit einer wirklichen Erholung der globalen Märkte rechnen die meisten aber erst ab dem Jahresbeginn 2021. Bei diesen Prognosen gelten aber immer zwei Voraussetzungen: Es kommt zu keiner zweiten Welle der Corona-Pandemie, und es steht Ende 2020, Anfang 2021, ein Impfstoff gegen Covid-19 zur Verfügung.