Stromversorgungen Trio Power Neue Ansätze in der Entwicklung

Steigender Funktionsumfang und kompakte Bauform stehen bei industriellen Netzteilen der Forderung nach möglichst geringen Kosten entgegen. Es gilt den teils gegensätzlichen Kundenwünschen gerecht zu werden, aber wie?

Stromversorgungen spielen eine wichtige Rolle in allen Branchen. Entsprechend hoch und vielfältig sind die Anforderungen hinsichtlich ihres Funktionsumfangs. Zuverlässigkeit und Langlebigkeit inklusive ausreichender Leistungsreserven sind das Ziel. Zum Einsatz kommen die Netzteile zudem oft in Bereichen mit anspruchsvollen Umgebungsbedingungen hinsichtlich Vibration und Temperatur. Nur so ist sicher, dass unterschiedliche Verbraucher dauerhaft versorgt sind.

Elektrisch und mechanisch robust ausgeführt, stellen die Gräte der Trio-Power-Serie, mit Push-in-Anschluss, die zuverlässige Versorgung aller Verbraucher sicher. Dies gilt auch für Anwendungen, bei denen Vibrationen oder extreme Temperaturen auftreten, wie beispielsweise in der Robotik oder der regenerativen Energieerzeugung.

Aktuell sind sieben Typen verfügbar, die einen dynamischen Boost mit 150 Prozent des Nennstroms für 5 s bieten und damit auch Lasten mit hohen Anlaufströmen zuverlässig starten. Ein Novum stellt die Tatsache dar, dass die Geräte völlig ohne innenliegende Kühlkörper auskommen, ihre Kühlung erfolgt ausschließlich über das Gehäuse. Um dies zu erreichen, wurden die Leistungshalbleiter in SMD-Bauform bestückt, und die Wärme wird direkt über das Gehäuse abgeführt. Nicht nur das Kühlkonzept, auch die Regler-Topologie wurde neu entwickelt. Herausgekommen ist dabei ein elektrisch und mechanisch äußerst robuster Aufbau.

Zuverlässig bei Schock und Vibration

Im Maschinenbau oder in Windkraftanlagen ist die mechanische Belastbarkeit der Module von großer Bedeutung. Netzteile sind beispielweise an Robotern installiert oder versorgen direkt in der Rotornabe DC-Motoren und Steuerungen. Um die Stromversorgung unempfindlich gegen mechanische Einwirkungen zu machen, ist es erforderlich, die trägen Massen soweit wie möglich zu reduzieren. Im Vergleich zur ersten Generation der Netzteilserie kommen die Geräte der neuen Trio-Power-Generation mit einem Minimum an schraubbarer Befestigungstechnik aus. Zur dauerhaften Befestigung der Leiterkarte auf der Gehäuseinnenseite dient eine neuentwickelte Klebetechnologie. Ohne den Einsatz von Kühlkörpern im Inneren der Stromversorgung ist der lageunabhängige Einbau in kleinen Schaltverteilern problemlos möglich.

Trio Power genügt hinsichtlich der Schock- und Vibrationsfestigkeit sehr hohen Anforderungen. Gemessen wird die Vibration wird nach der Norm IEC 60068-2-6, dies geschieht im laufenden Betrieb mit 15 Hz bei einer Amplitude ±2,5 mm. Einen weiteren Belastungstest erfahren die Geräte bei 15 bis 150 Hz, wobei die Netzteile üblicherweise für 90 Minuten mit 2,3 g belastet sind. Phoenix Contact garantiert für die Trio-Power-Geräte der neuen Generation eine deutlich höhere Belastbarkeit bis 4 g. Auch bei extrem schnellen Bewegungen arbeiten die Geräte zuverlässig. Schockprüfungen nach IEC 60068-2-27 setzen die Geräte sogar 30 g je Raumrichtung aus.