Socomec Mit USV-Anlagen Produktionsausfälle verhindern

Industriell ausgeführte USV-Systeme werden werksseitig standardmäßig mit höherer Schutzart projektiert und können bei Socomec als Standardprodukt mit IP54-Klassifizierung ausgeführt werden.

Wenn die Rede von USV-Anlagen ist, dann meist im Zusammenhang mit Rechenzentren. Aber von Stromausfällen und nicht eingehaltenen Grenzwerten bei der Stromqualität sind Prozesse, Anlagen und Systeme in Industrie und Gebäudetechnik ebenfalls betroffen.

Weil die Lasten in industriellen Prozessen sehr komplex sein können, müssen bei der Auswahl des passenden Systems zahlreiche Kriterien berücksichtigt werden.

Ausfälle von Anlagen und Prozessen stellen eine erhebliche Unterbrechung im Produktionsprozess dar. In der Kunststoffverarbeitung beispielsweise reichen Kurzzeit-Ausfälle, damit sich verfestigendes Material die Extruder verklebt, sodass die gesamte Produktionskette gereinigt werden muss. Bei Lebensmitteln, die in einer keimfreien Umgebung verpackt werden müssen, verhindert Überdruck im Arbeitsbereich, dass Keime eindringen. Fällt der Überdruck durch einen Stromausfall weg, müssen Raum und Arbeitsgerät neu desinfiziert werden. In manchen Bereichen wie der Herstellung von Insulin kann ein Stromausfall das Ergebnis eines mehrtägigen Produktionsprozesses zunichtemachen. Die Wiederanlauf-Prozeduren müssen auf die Anwendung und deren Prozess abgestimmt sein und können stunden- oder sogar tagelang andauern. Die Kosten eines Produktionsausfalls treffen Unternehmen daher empfindlich.

Kontinuierliche Stromversorgung hat oberste Priorität
 
Durch eine gesicherte Stromversorgung können bei Ausfall der Netzversorgung verfahrens- oder produktionstechnische Prozesse unterbrechungsfrei fortgesetzt werden. Bei chemischen und mechanischen Prozessen lassen sich gefährliche Zustände unterbinden, die bei einem Netzausfall auftreten oder sich entwickeln können; die Prozesse können in abgesicherte verfahrenstechnische Zustände gefahren werden.

Zum Schutz der Systeme und Prozesse werden USV-Anlagen eingesetzt, die die Last aus einem Energiespeicher versorgen. Je nach den Anforderungen der Anwendung werden Systeme in unterschiedlicher Technologie verwendet. Für empfindliche Komponenten und Prozesse haben sich sogenannte Doppelwandler (VFI-SS-111) nach der Produktnorm EN62040-3 durchgesetzt. Im Unterschied zu Offline- oder netzinteraktiven USV-Anlagen, die erst bei einer Unterbrechung des Netzstroms oder beim Über- oder Unterschreiten qualitativer Grenzwerte auf die Versorgung aus dem Stromspeicher und den technologisch notwendigen Wechselrichter umschalten, speisen die Doppelwandler die Last kontinuierlich aus den Energiespeichern.

Stromstörungen eliminieren
 
Infolgedessen übernehmen die Systeme als eine weitere wichtige Aufgabe die qualitative Aufbereitung der zur Verfügung gestellten Energie. Sie eliminieren Stromstörungen wie Über- und Unterspannungen, Frequenzschwankungen und Oberschwingungen sowie Transienten mit hohen Spitzenwerten, die in ihrer Wirkung nicht zu unterschätzen sind. Die Störungen entstehen im Netz beispielsweise durch das Ein- und Abschalten großer Verbraucher, durch Umschaltvorgänge im eigenen oder im vorgelagerten Netz des Energieversorgers oder durch Umwelteinflüsse wie Gewitter und können Steuerungsprozesse und damit die Produktion beeinträchtigen oder zum Ausfall bringen.