BMW sichert sich Rohstoffe Lithium für 540 Mio. Euro gekauft

Lithium ist ein begehrter Rohstoff, weil Batterien für E-Autos nicht ohne ihn auskommen. Im Bild ist ein Werk zur Lithiumgewinnung in Argentinien zu sehen.
Lithium ist ein begehrter Rohstoff, weil Batterien für E-Autos nicht ohne ihn auskommen. Im Bild ist ein Werk zur Lithiumgewinnung in Argentinien zu sehen.

BMW hat beim chinesischen Rohstoff-Konzern Ganfeng Lithium für 540 Mio. Euro bestellt. Das Lithium baut Ganfeng in Australien ab.

»Mit der Vertragsunterzeichnung sichern wir unseren Lithium-Bedarf für Batteriezellen ab«, sagte BMW-Einkaufsvorstand Andreas Wendt am Mittwoch. Der Vertrag laufe bis Ende 2024. »Bereits 2023 wollen wir 25 elektrifizierte Modelle im Angebot haben, davon mehr als die Hälfte vollelektrisch. Entsprechend steigt der Bedarf an Rohstoffen«, sagte Wendt. Ganfeng baue das Lithium in Australien ab.

BMW übernimmt auch die Beschaffung von Kobalt  für die fünfte Generation der Batteriezellen, um die Batteriezellen-Hersteller CATL und Samsung SDI zu versorgen. Kobalt soll künftig aus Minen in Australien und Marokko kommen. Die Lieferverträge garantieren laut BMW die Versorgungssicherheit bis 2025.

Mit den Zellen der beiden asiatischen Hersteller baut BMW die Batterien für seine Elektroautos selbst in den Werken Dingolfing, Spartanburg und Shenyang. Bis 2031 hat BMW bei CATL Batteriezellen für 7,3 Mrd. Euro und bei Samsung SDI für 2,9 Mrd. Euro bestellt. »Damit sichern wir langfristig unseren Bedarf an Batteriezellen«, sagte Wendt. In Europa wollen die Münchner 2025 jedes dritte Auto mit Elektro- oder Hybridantrieb verkaufen.

Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, wurden im vergangenen Jahr 202 Mio. Lithium-Ionen-Akkus im Wert von 2,4 Mrd. Euro nach Deutschland importiert – auch für Geräte wie Smartphones und Akkuschrauber.  Im laufenden Jahr seien bis September bereits 190 Mio. Lithium-Ionen-Akkus importiert worden. Etwa 40 Prozent stammten aus China, noch einmal so viel kam aus Japan, Südkorea und Singapur.