DC/DC-Module Jetzt unter eigenem Namen

Seit Anfang 2018 arbeiten Minmax und die Fortec Power Group in Europa zusammen. Die electronica bot die Möglichkeit, noch einmal die Strategie abzustimmen, mit der der Name Minmax in Europa bekannt gemacht werden soll.

Mit Minmax stärkt die Fortec Power Group ihr Vertriebsprogramm für EMEA vor allem im Bereich isolierter DC/DC-Module.

Für Minmax als jahrzehntelangen Brand-Labler für namhafte europäische Power-Spezialisten bietet der zunehmend paneuropäisch agierende Partner die Möglichkeit, den eigenen Namen in Europa bekannt zu machen.
In Asien ist Minmax ein Markenname, der für qualitativ hochwertige und zuverlässige DC/DC- und AC/DC-Wandlermodule steht. In Europa dürften in den letzten zwei Jahrzehnten zahlreiche Anwender von der Qualität und Flexibilität des taiwanischen Mittelständlers profitiert haben, ohne es gewusst zu haben. Das wird sich in Zukunft ändern. Bereits seit 2011 in den USA unter eigenem Namen aktiv, hat Minmax sich inzwischen dazu entschlossen, die eigene Marke in Zukunft auch in Europa bekannt zu machen. Der strategische Partner bei diesem Vorhaben: die Fortec Power Group.

Begonnen hat die Unternehmensgeschichte von Minmax vor knapp 30 Jahren. Bereits aus der Stromversorgungsbranche kommend, gründeten damals vier Power-Spezialisten ein neues Unternehmen. Ihre jeweiligen speziellen Fähigkeiten vom Vertrieb über die mechanische Entwicklung bis zur Fertigung ergänzten sich dabei ideal. Unter den Gründern war auch der heutige Präsident des Unternehmens, Jack Cheng. Auch die nachfolgende Generation ist bereits im Unternehmen aktiv. Sein Sohn Whittaker Cheng ist als Assistant Manager für Marketing & Technical Support zuständig.

Aktuell liegt der Umsatz des Unternehmens, das in Tainan beheimatet ist, bei knapp 40 Millionen Dollar. Warum der Strategiewechsel weg vom Branding und hin zur Forcierung der eigenen Marke? »Als Branding-Partner sind unsere Wachstumschancen beschränkt«, erläutert der Mitgründer. »Mit der weltweiten Implementierung unserer eigenen Marke sehen wir deutlich größere Chancen für unser künftiges Wachstum.«

Aktuell beschäftigt das Unternehmen, das seine Module ausschließlich in Taiwan produziert, rund 300 Mitarbeiter. Knapp 60 davon sind im Bereich Entwicklung und kundenspezifische Anpassung der Produkte tätig. Die Frage, warum Minmax nicht wie andere taiwanische Unternehmen seine Fertigung im Lauf der Jahre nach China verlagert hat, beantwortet er so: »In puncto Fertigungskosten ist der Standort sicher etwas kostspieliger als China, dafür aber verfügen wir hier über die entsprechenden Mitarbeiter, um schnell und flexibel auf kundenspezifische Änderungswünsche reagieren zu können.«

Nach Darstellung von Whittakter Cheng umfasst das Produktportfolio von Minmax aktuell etwa 2000 Module, und es wird weiterhin kontinuierlich ausgebaut. Bei über 90 Prozent der Produkte handelt es sich um isolierte DC/DC-Wandler; den Anteil der AC/DC-Module beziffert er auf aktuell 8 Prozent. »Dieser Anteil erhöht sich derzeit zwar durch verschiedene Projekte kontinuierlich, wir gehen aber nicht davon aus, dass der AC/DC-Anteil unserer Module mittel- und langfristig über 10 Prozent steigen wird.«