480 km Reichweite Honda und GM entwickeln Batterien für E-Autos

Honda hatte das im Rahmen der »Electric Vision«-Strategie entstandene Urban EV Concept 2017 auf der IAA in Frankfurt vorgestellt. Es hat kürzlich den »Best Concept Car«-Award des Auto&Design gewonnen und ist das erste vollelektrische E-Auto von Honda für Europa. 2019 soll es auf den Markt kommen, Bestellungen werden ab Anfang 2019 aufgenommen.
Honda hatte das im Rahmen der »Electric Vision«-Strategie entstandene Urban EV Concept 2017 auf der IAA in Frankfurt vorgestellt. Es hat kürzlich den »Best Concept Car«-Award der Auto&Design gewonnen und ist das erste vollelektrische E-Auto von Honda für Europa. 2019 soll es auf den Markt kommen, Bestellungen werden ab Anfang 2019 aufgenommen.

Bessere Batterien zu fallenden Kosten zu entwickeln – das ist das Ziel der Zusammenarbeit von GM und Honda. Die Reichweite soll auf 480 km steigen.

Die Zusammenarbeit bezieht sich auf die Entwicklung von Zellen und Modulen, um die Einführung vollelektrischer Fahrzeuge zu beschleunigen. Die Lithium-Ionen-Batterien der nächsten Generation sollen sich durch höhere Energiedichte und kleinere Baugröße auszeichnen und sich schneller als bisher aufladen lassen.

GM wird die Lithium-Ionen-Batterien der nächsten Generation  in den USA fertigen und an Honda Motors liefern. Über Skalierungseffekte wollen beide Firmen die Kosten senken.

GM hat schon früh auf vollelektrische Autos gesetzt und 2010 den Chebrolet Volt auf den Markt gebracht. Die nächste Generation soll mit Batterien ausgestattet sein, die dem Auto eine Reichweite von 480 km (300 Meilen) geben. Hier hat Nissan Motor im Moment die Nase vorne, dessen Leaf auf eine Reichweite von 400 km kommt.

In China arbeitet Honda Motor im Batteriebereich mit CATL (Contemporary Amperex Technology) zusammen. GM hat Anfang vergangenen Jahres ein Joint-Venture mit Hitachi Automotive Systems in Japan für die Fertigung von Elektromotoren gegründet, um gemeinsam Kosten zu sparen. Zuvor hatte Hitachi schon Elektromotoren an Toyota und Isuzu sowie für den Chevrolet Volt geliefert.  

Honda hatte sich bis dahin von größeren Allianzen im Automobilsektor eher fern gehalten und auf eigene Entwicklungen gesetzt. Im Zuge des Aufstiegs von E-Autos und selbstfahrenden Fahrzeugen – hier besteht eine Partnerschaft mit Softbank auf dem Gebiet der KI – scheint Toyota jetzt eine offenere Strategie zu verfolgen.

Im Bereich der E-Autos haben sich bereits große Firmen zu Kooperationen zusammen gefunden, darunter Toyota mit Mazda und Denso sowie Mitsubishi, Nissan und Renault.

Brennstoiffzellen werden weiter entwickelt

Zwischen Honda und GM besteht bereits seit 2013 eine Zusammenarbeit auf dem Gebiet der E-Autos auf Basis von Brennstoffzellen, für die beide Firmen Schlüsselkomponenten gemeinsam fertigen wollen. Allerdings werden diese Autos auf absehbare Zeit einen Nischenmarkt bilden. Das Projekt für die gemeinsame Entwicklung von Brennstoffzellen führen beide Firmen allerdings weiter. Zusammen mit der Kooperation auf dem Gebiet der Batterien will Honda laut Takashi Sekiguchi, Chief Officer Automobile Operations and Managing Officer des Unternehmens, den Weg hin zu einer nachhaltig wirtschaftenden Gesellschaft öffnen.