Stromversorgungen der 4. Generation Hohe Funktionalität auf kleinem Raum

Mit den Quint-Power-Stromversorgungen der 4. Generation ermöglicht Phoenix Contact Power Supplies erstmals den Einsatz von Stromversorgungen mit hoher Funktionalität, wie präventiver Funktionsüberwachung und hohen Leistungsreserven, dezentral in kleinen Schaltkästen.

In dezentralen Anwendungen von Stromversorgungen mit geringen Ausgangsleistungen bis 100 W erfährt der Anwender kaum etwas über den Status des Gerätes, wenn er nicht direkt vor Ort ist. Auch Windenergie-Applikationen erfordern aber präventive Monitoring-Lösungen sowie langlebige Geräte, die auch unter rauen Bedingungen zuverlässig funktionieren. So werden nicht nur die Service-Kosten minimiert, auch die Anlagenverfügbarkeit wird erhöht.

Präventive Funktionsüberwachung

Eine der Situation angemessene Signalisierung des jeweiligen Status ist in Anwendungen unumgänglich, in denen Geräte zuverlässig funktionieren müssen, weil jeder Service-Einsatz hohe Kosten verursacht. Phoenix Contact
Power Supplies
neue Stromversorgungen der 4. Generation der Baureihe Quint Power bieten einen aktiven Transistor-Signalausgang, dessen Funktion sich mittels Drehwahlschalter verändern lässt. Abhängig von der Schalterstellung lassen sich drei verschiedene Ausgangsleistungsschwellen PThr (Thr: Threshold) auswerten. Die Leistungsschwelle PThr bei 50 Prozent eignet sich, um in einem redundanten Aufbau kritische Situationen frühzeitig zu erkennen. Im redundanten Aufbau versorgen zwei Stromversorgungen mit jeweils maximal 50 Prozent Nennausgangsleistung parallel eine Last, um im Fehlerfall eines Gerätes die Last mit dem verbleibenden Gerät immer noch sicher zu versorgen.

Durch die Auswertung der Leistungsschwelle von 50 Prozent ist sofort zu erkennen, wenn nur noch eine Stromversorgung die Last versorgt. In der Konsequenz kann in weit entlegenen Anlagen rechtzeitig ein Service-Einsatz erfolgen, um einen Anlagenstillstand zu vermeiden. Außerdem gibt es noch die Einstellmöglichkeit >75 Prozent, um auszuwerten, ob die Stromversorgung passend dimensioniert ist, sowie eine Leistungsschwelle >100 Prozent, die signalisiert, dass sich die Stromversorgung im Überlast-Betrieb befindet.

Sollte dieser Zustand von Dauer sein, kann der Anwender ableiten, dass die Stromversorgung bislang für diesen Einsatz zu klein dimensioniert ist. Er kann dann rechtzeitig auf die nächst größere, leistungsstärkere Stromversorgung umstellen, ohne dass es zwischenzeitlich zu einem Fehler in der Anlage kommt. Neben der präventiven Funktionsüberwachung der Leistungsschwellen wird die anstehende Ausgangsspannung per Signalausgang mit dem Signal „DC OK“ gemeldet.

Zusätzlich zum einstellbaren Signalausgang gibt es an der Stromversorgung zwei LEDs. Eine grün leuchtende LED „DC OK“ zeigt eine vorhandene Ausgangsspannung an. Blinkt diese grüne LED, ist die Ausgangsspannung unter 90 Prozent der am Potenziometer eingestellten Ausgangsspannung UOut abgefallen.  Durch dieses Signal weiß der Anwender sofort, dass die Stromversorgung aufgrund der U/I-Ausgangskennlinie noch einen Ausgangsstrom treibt, die Ausgangsspannung aber zum Beispiel aufgrund eines Kurzschlusses in der Verdrahtung zur Last oder durch einen enormen Überlastbetrieb eingebrochen ist.

Die gelbe LED „POut > PThr“ warnt, dass die per Drehwahlschalter ausgewählte Leistungsschwelle PThr überschritten ist. Somit sieht der Anwender beispielsweise bei der Inbetriebnahme an den beiden LEDs, in welchem Zustand sich die Stromversorgung befindet, ohne mit einem Multimeter am Ein- oder Ausgang nachmessen zu müssen.