Bereit für Industrie 4.0 Erste Gleichstromversorgung der Industrie mit integrierter industrial-Ethernet-/Profinet-Schnittstelle

Bei der Sitop PSU8600 handelt es sich um die erste Gleichstromversorgung mit integrierter Industrial-Ethernet-/Profinet-Schnittstelle. Ihr Systembaukasten erlaubt die individuelle Erweiterung mit zusätzlichen Ausgängen sowie Puffermodulen, ohne zusätzlichen Verdrahtungsaufwand.
Bei der Sitop PSU8600 handelt es sich um die erste Gleichstromversorgung mit integrierter Industrial-Ethernet-/Profinet-Schnittstelle. Ihr Systembaukasten erlaubt die individuelle Erweiterung mit zusätzlichen Ausgängen sowie Puffermodulen, ohne zusätzlichen Verdrahtungsaufwand.

Auf Anwender mit besonders hohen Anforderungen an eine zuverlässige DC-Versorgung, beispielsweise aus dem Anlagen- und Sondermaschinenbau für die Fertigungs- und Prozessindustrie, ist die Sitop PSU8600 zugeschnitten – eine Stromversorgung »Ready for Industry 4.0«.

Als Stromversorgungssystem der nächsten Generation präsentiert Siemens die Sitop PSU8600. Ihre Besonderheit liegt darin, dass es sich dabei um die industrieweit erste Gleichstromversorgung handelt, die sich vollständig in vernetzte Automatisierungsanwendungen und das Totally Integrated Automation Portal (TIA Portal) einbinden lässt. »Für den Anwender reduziert das den Aufwand für Projektierung und Betrieb dadurch deutlich«, hebt Peter Hager hervor, Leiter Marketing Management Industrie-Stromversorgungen Sitop bei der Division Process Industries and Drives von Siemens.

Auf der Hutschiene benötigt das Grundgerät mit vier Ausgängen und einem Ausgangsstrom von 40 A nur eine Einbaubreite von 125 mm, ohne seitliche Einbauabstände. Gegenüber einer herkömmlichen Stromversorgung mit externer Überwachung auf der 24-V-Seite spart das bis zu 40 Prozent des benötigten Einbauplatzes. Jeder DC-Ausgang der Geräte ist individuell parametrierbar. Auf diese Weise lassen sich etwa 12 V oder 15 V ohne zusätzliche Netzgeräte realisieren (einstellbar von 12 bis 28 V). Auch die Schaltschwelle für den Ausgangsstrom lässt ist jeweils von 0,5 bis 10 A einstellbar. Über die Ethernet-/Profinet-Schnittstellen können die Anwender, ausgehend von den vier Ausgängen des Grundgeräts, Spannung und Strom für bis zu 16 Ausgänge einzeln einstellen.

Eine individueller Ausbau des Grundgeräts mit weiteren Modulen ist ohne zusätzliche Verdrahtung möglich. So können Anwender die Stromversorgung über einen Verbindungsstecker für Systemdaten und Energieversorgung (System Clip Link) um bis zu drei Module für zusätzliche Ausgänge und zwei Puffermodule aus dem Sitop-PSU8600-Systembaukasten erweitern. Auf diese Weise lassen sich beispielsweise kurzzeitige Netzausfälle bis zu 600 ms überbrücken. Integrierte Funktionen unterstützen die Zustandsüberwachung und Energiedatenerfassung und erhöhen so Verfügbarkeit und Effizienz. So werden, wie schon erwähnt, kurzzeitige Netzausfälle bis 600 ms bei 40 A abgepuffert. Treten Netzausfälle auf, werden sie als Diagnoseinformation der Simatic S7 gemeldet. Erfasst werden dabei Zeitpunkt und Dauer.

Zur weiteren Steigerung der Betriebssicherheit trägt auch bei, dass sämtliche Betriebs- und Diagnoseinformationen, etwa über Überlastzustände von Ausgängen oder Übertemperatur, automatisch in die Systemdiagnose der S7 übernommen werden. Damit ist die Stromversorgung integraler Teil der Automatisierungslösung. »Mit diesen Eigenschaften eignet sich die Sitop PSU8600 insbesondere für den Einsatz in Branchen mit hohen Anforderungen an Zuverlässigkeit und Integration«, versichert Hager, »dazu zählen beispielsweise die Automobil-, Nahrungsmittel- oder Pharmaindustrie sowie der Anlagen- und Sondermaschinenbau«. Durch die Einbindung in das TIA Portal vereinfachen sich die Projektierung, Konfiguration und der Betrieb der Stromversorgung deutlich. So stehen über die integrierten Profinet-Schnittstellen umfassende Betriebs- und Diagnosefunktionen zur Verfügung, die sich direkt über die Simatic S7 auswerten und in WinCC visualisieren lassen. Für die schnelle Einbindung in Anwenderprogramme stehen standardisierte S7-Funktionsbausteine für Simatic-Steuerung und vorgefertigte WinCC-Faceplates als kostenlose Downloads zur Verfügung. Eingebaute Condition-Monitoring-Funktionen liefern Informationen über den Betriebszustand und warnen den Anwender frühzeitig, etwa bei Überlast von Ausgängen, Übertemperatur, Systemüberlast oder Netzausfall. Anwender können so schnell geeignete Maßnahmen ergreifen, um Störungen zu vermeiden und die Verfügbarkeit zu erhöhen. Mehrere Funktionen unterstützen zudem ein effektives Energiemanagement. Dazu zählen die Erfassung aktueller Verbrauchswerte wie Strom und Spannung je Ausgang und das gezielte Abschalten von Ausgängen in Pausenzeiten, auch über Profienergy-Profile. Das Funktionsspektrum reicht bis zur Einbindung der Stromversorgungslösung in Energiemanagementsysteme.