ABB Formel E zeigt E-Mobilität gibt’s nur mit Infrastruktur

Wie jetzt proifitieren die Alltagsfahrer und -Autos vom Rennsport profotieren

 

Nun bildet die Welt des Rennsports nicht gerade die Alltagswelt ab. Was hat der normale Autofahrer in seiner Alltagswelt davon?

Für die Formel 1 mag das zutreffen, nicht jedoch für die relativ neue Formel E. Deshalb sprach ich davon, dass wir die Wertvorstellungen der Formel E teilen. Es geht darum, die Elektromobilität voranzutreiben, um den Verkehr nachhaltiger als bisher zu machen. Das Reglement ist so ausgelegt, dass alle technischen Entwicklungen für die elektrischen Rennwagen sehr schnell und zu vernünftigen Kosten in die Alltagswelt Einzug halten, so dass sowohl die Verbraucher als auch die Gesellschaft insgesamt etwas davon haben. Allein dadurch, dass die Rennen absichtlich in den Zentren bekannter Städte abgehalten werden, vermittelt die ABB Formel E der Öffentlichkeit eine wichtige Botschaft: Autorennen müssen nicht ohrenbetäubend laut sein und nach Treibstoff stinken. Sie lassen sich auf Basis der Elektroautos in den Innenstädten durchführen, ohne dabei allzu sehr zu stören. Für die Formel 1 wäre das unvorstellbar. Und noch etwas: Nur wenn verschiedene Techniken nahtlos und intelligent zusammen arbeiten, funktioniert es. Intelligent heißt außerdem: Es kommt nicht nur auf die Geschwindigkeit an, sondern darauf, mit der Energie vernünftig umzugehen und sie nicht zu verschwenden. Und Drittens: Das alles macht sehr viel Spaß.      

Was macht Sie so sicher, dass die Technik in die Alltagswelt einziehen wird?

Wir haben jetzt bereits über 6.000 Schnellladestationen in 56 Länder weltweit ausgeliefert. Das Interesse ist sehr groß, denn die lange Ladezeit ist bisher ein Haupthindernis dafür, dass sich Elektroautos auf breiter Front durchsetzen. Auch für den öffentlichen Nahverkehr spielt sie eine erhebliche Rolle. Außerdem stehen wir weltweit mit führenden Automobilherstellern in engem Kontakt und ich weiß deshalb, für wie wichtig sie das Thema halten. Alle arbeiten mit Hochdruck an der Elektrifizierung, da werden wir in nächster Zeit noch einiges sehen.

Zuerst muss allerdings die Ladeinfrastruktur aufgebaut werden?

Wir schaffen die Voraussetzungen, damit das Netz an Schnellladestationen schnell ausgebaut werden kann. Ich bin mir sicher, dass die Hersteller in diesem und im kommenden Jahr viele Elektroautos vorstellen werden. Beides wird Hand in Hand gehen.

Das interessiert auch die ABB Formel E?

Das interessiert die ABB Formel E sehr. Denn es kommt der Rennserie  darauf an, die Batterien der Rennfahrzeuge mit dem richtigen Strommix zu laden, möglichst zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen. Diese Vision teilen wir, denn wir stellen die entsprechenden Komponenten her, die erforderlich sind, um den Strom zu erzeugen, zu übertragen, zu verteilen und die Batterien effektiv zu laden. Deshalb passt unsere Partnerschaft so gut in die Strategie sowohl der Formel E wie auch von ABB. Sie trägt entscheidend dazu bei, das Bewusstsein in der Öffentlichkeit dafür zu schaffen, dass wir sowohl an den Autos und deren Bestandteilen als auch an der Infrastruktur arbeiten müssen. Die Elektrifizierung des Verkehrs geht uns eben alle an, genau das wollen wir mit der »ABB FIA Formel E Meisterschaft« unterstreichen.