Überraschende Übernahme von Powerbox Cosel stärkt seine Marktposition

Nach über 30-jähriger Distributionsbeziehung übernimmt Cosel die schwedische Powerbox-Gruppe und sichert sich so neben einem eingeführten Distributionsnetzwerk in Europa vor allem die Fähigkeit, kundenspezifische Gerätelösungen nach europäischen Kundenwünschen anbieten zu können.

Nach Auskunft von Branchenkennern wurde schon länger verhandelt, jetzt steht der Deal: Cosel übernimmt die in Schweden ansässige Powerbox-Gruppe.

Ein Schritt, der die Vertriebsmacht in Europa stärkt und dem Unternehmen zudem einen Produktionsstandort in Europa beschert.
Nachdem wir in Japan mit einem Umsatz von über 230 Millionen Dollar die Nummer 1 bei der Herstellung von Industrie-Stromversorgungen sind, wollen wir diesen Erfolg weltweit ausbauen. Mit der Übernahme der Powerbox-Gruppe gewinnen wir weitere Möglichkeiten, neue Märkte zu erschließen und neue Kunden zu gewinnen«, begründet Masato Tanikawa, Vorsitzender und CEO des japanischen Stromversorgungs-Spezialisten Cosel, die Übernahme der schwedischen Powerbox-Gruppe.

»Für uns ist es wichtig, unser Produktangebot an Stromversorgungslösungen in den Bereichen Standard und Modifikationen auszubauen, um die Anforderungen unserer Kunden abdecken zu können«, fügt Tanikawa hinzu. »Mit der Expertise der Powerbox-Gruppe im Bereich von kundenspezifischen Stromversorgungslösungen können wir nun nahezu jede Lösung in den Bereichen Industrie, Medizin, Transport und Verkehr sowie Verteidigung liefern, die unsere Kunden fordern.«

»Mit der Zugehörigkeit zu Cosel tritt Powerbox in eine neue Phase seiner Geschichte ein. Basierend auf einer Reihe gemeinsamer Werte, dem qualitätsorientierten Ansatz und Fokus auf Technologieführerschaft werden wir neue innovative Standardnetzteile und kundenspezifische Lösungen sowie Dienstleistungen entwickeln, die zum Erfolg unserer Kunden beitragen werden«, beschreibt Martin Sjöstrand, Geschäftsführer der Powerbox die Vorteile der Übernahme aus seiner Sicht.

Sjöstrand war 2013, nachdem der Finanzinvestor Alder 63 Prozent von Powerbox übernommen hatte, als neuer CEO nach Gnesta, etwa eine Stunde südlich von Stockholm, gekommen. Unter Sjöstrand verfolgte Powerbox eine offensive Strategie und übernahm neben Eplax in Bremen auch die niederländische Firma Power Technics. Mittelfristig wollte das Unternehmen, das zuletzt neben Alder zu 23 Prozent dem Investmentfond Industriefonden sowie zu 14 Prozent dem Management sowie aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern gehörte, eine Umsatzgröße von 100 Millionen Euro erreichen.

Zum Zeitpunkt der Übernahme wurde der Jahresumsatz von Powerbox nun mit über 40 Millionen Euro angegeben. In der Vergangenheit hatte das Unternehmen eine Umsatzgröße von rund 50 Millionen Euro kommuniziert. Mit der Übernahme von Eplax 2016 hatte sich das Unternehmen einen eigenen Produktionsstandort gesichert, zuvor waren die Produkte bei Produktionspartnern in Europa und Asien hergestellt worden. Cosel und Powerbox stehen seit über 30 Jahren in Distributions-Beziehungen. Powerbox hatte in der Vergangenheit auch eine Reihe von Cosel-Produkten unter eigenem Namen verkauft.