Hyundai und Audi Brennstoffzellen ja bitte!

Blick in das Brennstoffzellen-Auto Nexo von Hyundai Motor
Blick in das Brennstoffzellen-Auto Nexo von Hyundai Motor

Hyundai und Audi schließen Partnerschaft für die Entwicklung von Brennstoffzellen-Auto

Die beiden Firmen haben ein Kreuzlizenzierungsabkommen von Patenten und Technologien im Sektor der Brennstoffzellen für E-Autos unterzeichnet. Es erstreckt sich auch auf Töchter und Mutterfirmen, also Kia Motors und Volkswagen.

Die Nachricht kommt just nach der Ankündigung von Renault und Nissen, sich aus den Brennstoffzellen-Entwicklungen zusammen mit Daimler und Ford zugunsten der E-Autos auf Basis von Batterien zurückziehen zu wollen. Daimler hatte sein Joint-Venture mit Ford in Kanada ebenfalls kürzlich für beendet erklärt.

Doch es gibt weiterhin bedeutende Anhänger der Brennstoffzellentechnik für den Einsatz in Autos. Toyota und BMW wollen gemeinsam Brennstoffzellen-Autos bis 2020 auf den Markt bringen, Honda und General Motors haben kürzlich ein Brennstoffzellen-Joint-Venture gegründet.

Und auch Chung Eui-sun,  Vice Chairman von Hyundai Motor, sieht diese Technik »als den schnellsten Weg in eine wirkliche Null-Emissions-Welt« an. Hyundai war der erste Hersteller, der Brennstoffzellen-Autos in die Serie gebracht hatte: Hyundai bietet seit 2013 SUVs auf Basis der Technik an.

Derzeit kann Hyundai im Werk Mobis in Chungju/Südkorea rund 3000 Antriebseinheiten pro Jahr herstellen. Sie bestehen aus den Brennstoffzellen selber, den Elektromotoren, der Leistungselektronik und der Wasserstoffversorgung.

Die Partnerschaft mit Audi – verantwortlich für die Entwicklung der Brennstoffzellentechnologie innerhalb der Volkswagengruppe – soll sich vor allem auf China fokussieren. China plant, dass bis 2030 dort 1 Mio. Brennstoffzellen-Autos unterwegs sein sollen, 1.000 Wasserstofftankstellen soll es bis dahin im Land geben.

»Die Brennstoffzelle ist die zweckmäßigste Form des elektrischen Fahrens und damit ein starker Aktivposten in unserem Technologieportfolio für die emissionsfreie Premium-Mobilität der Zukunft. Auf unserer FCEV-Roadmap bündeln wir unsere Kräfte mit starken Partnern wie Hyundai. Für den Durchbruch dieser nachhaltigen Technologie sind Kooperationen ein cleverer Weg, um eine Innovationsführerschaft mit attraktiven Kostenstrukturen zu erreichen«, sagt Peter Mertens, Entwicklungsvorstand von Audi.

Für die Brennstoffzellentechnik spricht, dass die Autos über eine große Reichweite mit einem Tank verfügen und dass sich die Autos schnell betanken lassen. Besonders große Autos und Lastwagen könnten davon profitieren. Zudem würde der Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur gut in den –Aufbau einer Energiegewinnung auf Basis regenerativer Energien passen. Dagegen spricht, dass die Technik noch sehr teuer ist, weniger weit fortgeschritten als die Batterietechnik und den Aufbau einer umfangreichen Infrastruktur – im Zentrum die Wasserstofftankstellen – erfordert.