Das Aus für die Diesellock Batterie-Zug für nichtelektrifizierte Strecken

Der batteriebetriebene Prototyp des Personenzuges »Talent3« von Bombardier fährt auf Strecken ohne Oberleitung um 50 % leiser und über die Lebenszeit kostengünstiger als Dieselzüge.
Der batteriebetriebene Prototyp des Personenzuges »Talent3« von Bombardier fährt auf Strecken ohne Oberleitung um 50 % leiser und über die Lebenszeit kostengünstiger als Dieselzüge.

Bombardier hat den ersten batteriebetriebenen Passagierzug seit 60 Jahren in Europa vorgestellt.

Der Prototyp »Talent3« emittiert keine Abgase und fährt um die Hälfte leiser als Dieselzüge. »Rund 40 Prozent des deutschen Schienennetzes sind nicht elektrifiziert. Mit dem neuen batteriebetriebenen Zug können wir den Herausforderungen wie Luftverschmutzung, Klimawandel und Rohstoffknappheit begegnen«, sagt Michael Fohrer, CEO von Bombardier Transportation in Germany.

Der jetzt vorgestellte Prototyp ist mit vier Batterien vom Typ »Bombardier Mitrac« ausgestattet und erzielt eine Reichweite von 40 km. Die DB Regio wird diesen Prototypen zusammen mit der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg, der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie und der Technischen Universität Berlin ab 2019 im Raum Schwäbische Alb und Bodensee testen. Ebenfalls im kommenden Jahr will Bombardier  Bereits die die nächste Generation vorstellen, die auf eine Reichweite von 100 km kommt. Wenn die Batterien leer sind, lassen sie sich einfach über die Oberleitung an den Endhaltestellen des Zuges wieder aufladen.

Das kommt sogar billiger: Bombardier zitiert eine Studie der TU Dresden, nach der der Batteriezug über die Lebensdauer von 30 Jahren gegenüber Dieselzügen Kosten einsparen ließen.

Laut dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann (CDU), besteht das Ziel darin, dass bis 2030 keine Disellock auf den nicht elektrifizierten Strecken mehr unterwegs sein wird.