Paneldiskussion auf der edC 2016 Wird LCD binnen 10 Jahren durch OLED ersetzt?

Die Teilnehmer der Paneldiskussion (v.l.n.r.) auf der edC 2016: Prof. Karlheinz Blankenbach, Hochschule Pforzheim; John Brown, Tianma NLT; Jennifer Colegrove, Touch Display Research; Peter Knoll, KIT und Sweta Dash, Dash-Insights
Die Teilnehmer der Paneldiskussion (v.l.n.r.) auf der edC 2016: Prof. Karlheinz Blankenbach, Hochschule Pforzheim; John Brown, Tianma NLT; Jennifer Colegrove, Touch Display Research; Peter Knoll, KIT und Sweta Dash, Dash-Insights

In der Paneldiskussion der electronic displays Conference 2016 (edC) wollte Prof. Karlheinz Blankenbach, Chairman der edC seit 1999, von den vier Keynote Speakern wissen, ob OLED das derzeit domierende LCD ablösen oder ob es eher ein friedliches Nebeneinander beider Display-Technologien geben werde.

Bei Wearables und Portables (Kameras, Smartphones, Smartwatches) dominiert OLED, aber in anderen Applikationen ist (noch) der deutlich höhere Preis im Vergleich mit LCD ein Hindernis. Auch die Langlebigkeit stellt eine Herausforderung dar. Dennoch wird OLED »auch im Automobil kommen, etwa als Curved-Display«, ist John Brown, Commercial Director Automotive bei Tianma NLT, überzeugt. Auf diese Entwicklung ist der chinesische Display-Hersteller mit seiner 2016 eröffneten, ersten OLED-Fab vorbereitet.

Einen vollständigen Ersatz binnen 10 Jahren kann sich Prof. Dr. Peter Knoll vom KIT Karlsruhe Institute of Technology »nicht vorstellen, eher ein Koexistenz beider Technologien«. Für ihn war die Ablösung der CRT-Geräte durch LCD eine »Revolution«, was OLED für LCD hingegen nicht sei.

Für eine erfolgreiche Zukunft von LCD sprechen auch Weiterentwicklungen wie Quantum Dots (Nanokristalle), mit der sich deutlich preisgünstiger als mit OLED auch TV-Geräte produzieren lassen mit einer Farbqualität, die nahe an OLED heranreicht. Trotz der Vorteile von OLED erwartet keiner der vier Teilnehmer an der Paneldiskussion die Ablösung in dem von Blankenbach genannten 10-Jahres-Zeitraum.