JDI-Aktien klettern Wird Apple Japan Display retten?

Die Fabrik von Japan Display Inc. in Ishikawa
Die Fabrik von Japan Display Inc. in Ishikawa

Apple soll in Japan Display 100 Mio. Dollar investieren – die Aktien von JDI sprangen um 32 Prozent in die Höhe.

Das berichtet die japanische Zeitung Ashai. Um Japan Display Inc (JDI) sah es in den letzten Woche nicht gut aus. Dem Unternehmen bläst der Wind aus mehreren Richtungen ins Gesicht. Der Markt für Smartphones schwächelt insgesamt, besonders aber finden LCD-Displays immer weniger Einsatz in Smartphones. Apple, der mit einem Anteil von 60 Prozent größte Kunde von JDI, hat nur noch ein LCD-Modell im Programm, das iPhone XR, das sich nicht gut verkauft.

Gerade erst hatte sich die Taiwanische Investment-Firma Fubon Group aus Gesprächen zur Übernahme des angeschlagenen JDI zurückgezogen. Dasselbe hatte auch schon der taiwanische Hersteller TPK Holding getan, kurz bevor das taiwanisch-chinesisches Konsortium ein 747-Mio-Dollar-Paket zur Rettung von JDI geschnürt hatte. Jetzt besteht das Konsortium nur noch aus dem chinesischen Harvest Fund Management.

Im April hatte es noch so ausgehsehen, als eine Investorengruppe aus der TPK Holding und die Fubon Group sowie die Harvest Group 717 Mio. Dollar in Japan Display stecken wollten.

Der amtierende President Yoshiyuki Tsukizaki wird im September zurücktreten. Über die letzten fünf Jahre hatte JDI kontinuierlich Verluste geschrieben. Ihn wir der aktuelle Managoing Executive Officer Minoru Kikuoka an der Spitze ablösen.

JDI war 2012 nach dem Merger der Display-Aktivitäten von Sony, Hitachi und Toshiba entstanden. Es gelang JDI aber nicht, rechtzeitig in die OLED-Technik einzusteigen. Japan Display war es jedenfalls über die vergangenen Jahre trotz finanzieller Hilfen durch den japanischen Staat nicht gelungen, auf die Beine zu kommen.