Hannover Messe 2015 Wanka zeichnet »Make Light«-Gewinner aus

Mario Lukas belegt den 1. Platz: Mit dem LUMICATOR kann der Anwender interaktiv kommunizieren
Mario Lukas belegt den 1. Platz: Mit dem LUMICATOR kann der Anwender interaktiv kommunizieren

Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka wird am Eröffnungstag der Hannover Messe die Gewinnerprojekte des »Make Light«-Wettbewerbs des Bundesministeriums für Bildung und Forschung auszeichnen. Hier schon einmal die Preisträger in der Übersicht.

Geehrt werden drei Do-it-Yourself-Projekte rund ums Thema Licht: Ein Tisch zur virtuellen Kommunikation wie aus einem Sci-Fi-Film, sich nach dem Standort eines Menschen selbst an- und ausschaltende Lampen sowie eine mobile Sensorstation für die Messung von Wetter- und Umweltdaten. Die Gewinnerprojekte wurden in einem offenen Online-Wettbewerb von der Netz-Community gewählt.

Nun zu den Preisträgern:

1. Platz - »LUMICATOR«

Den ersten Platz belegt Mario Lukas mit seinem »LUMICATOR«. Der LUMICATOR ist ein »Holografie«-Tisch, über den man – wie in einem Science-Fiction-Film – kommunizieren kann. Dafür wurde eine »Kinect« als 3D-Sensor verbaut. Darüber hinaus kann der Tisch Programme über eine selbst entwickelte Smartphone-App abspielen, wie etwa eine »holografische« Feuerstelle, oder per Geste gesteuert werden.

Das hier verwendete Prinzip wird als »Fogscreen« bezeichnet: Ein geschickt im Tisch versteckter Projektor wirft das Bild auf eine feine Wand aus Wasserdampf. Durch Luftbewegungen entsteht so ein scheinbar dreidimensionales Bild, das zu schweben scheint.

2. Platz - »LIY – Light it Yourself, iBeacon Lichtsteuerung«

Auf dem zweiten Platz wird Andreas Pagel für sein Projekt »LIY – Light it Yourself, iBeacon Lichtsteuerung«, einer intelligenten Lichtsteuerung für Zimmerlampen, ausgezeichnet. Mit Hilfe intelligenter LED-Leuchten eines bekannten Lampenherstellers, einer selbst entwickelten App für das Smartphone, kleinen Bluetooth-Funksendern (so genannten iBeacons) und Mikrocontrollern hat er eine automatische Lichtsteuerung basierend auf einer Art Indoor-GPS realisiert. Diese erkennt, wo der Nutzer sich mit seinem Smartphone befindet und schaltet die Lampen automatisch ein, wenn er sich mit seinem Smartphone nähert, oder aus, wenn dieser den Raum verlässt.

3. Platz - »SenseBox Photonik«

Das Team des Forschungs- und Schülerlabors GI@School am Institut für Geoinformatik der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster wurde mit der auf handelsüblichen Mikrocontrollern basierenden »SenseBox Photonik« auf den dritten Platz gewählt.

Das Photonik-Upgrade für die kleine, mobile DIY-Sensorstation enthält beispielweise einen UV-Sensor, eine Kamera und einen Lichtsensor. Als echtes Citizen-Science-Projekt können damit alle Bürger oder auch Schulen Umweltdaten wie z.B. Klima, Luftqualität, UV-Strahlung, Lichtverschmutzung und vieles mehr positionsbezogen messen.

Die Daten werden automatisiert in einer Karte eingetragen und im Internet als Open Data bereit gestellt. Durch die Verknüpfung der OpenSenseMap mit vielen SenseBoxen deutschlandweit - oder gar weltweit -, kann so ein beliebig dichtes Photonik-Sensornetzwerk aufgebaut werden.

Alle Projekte ansehen

Alle Projekte - also auch die nicht prämierten - des Make-Light-Wettbewerbs 2014 sind nochmal auf der Website des Photonik Campus zusammengefasst.

Details über die Make-Light-Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sind unter www.make-light.de zu finden.