7 Zoll, Farbe und Ton TFT-Display mit 8-Bit-Controller

Stefan Eber, Electronic Assembly, präsentiert das neue, intelligente TFT-Farbdisplay mit 7-Zoll-Diagonale.
Stefan Eber, Electronic Assembly, präsentiert das neue, intelligente TFT-Farbdisplay mit 7-Zoll-Diagonale.

Als »Quantensprung zu 7 Zoll« bezeichnet Stefan Eber, Geschäftsführer von Electronic Assembly (EA), die Erweiterung der intelligenten eDIP-Displayfamilie um das 7-Zoll-TFT-Farbdisplay eDIPTFT70-ATP mit integriertem 8-Bit-Controller. Das Onboard-Sound-Modul ermöglicht ein breites Spektrum akustischer Rückmeldungen.

Eine zweijährige F&E-Zeit (vier Mannjahre)war erforderlich, um die Neuheit bis zur Marktreife zu entwickeln. Wichtigste Änderungen gegenüber den beiden vor genau 1 Jahr vorgestellten eDIP-Displays sind die von2,8 bzw. 3,2 auf 7 Zoll mehr als verdoppelte Bilddiagonale und die verwendete Displaytechnik: Statt STN und FSN ist es nun TFT, so dass anstelle der monochromen Darstellung (schwarzweiß/blauweiß) jetzt 65.536 Farben in einer Auflösung von 800x480 Bildpunkten darstellbar sind. Touchfähig (analog-resistiv) sind auch schon die bisherigen eDIP-Serien.

»Erstmals haben wir in der Firmengeschichte zudem die hauseigene Grenze von bislang  5,7 Zoll durchbrochen«, betont Eber. Geht alles nach Plan, wird es zur electronica ein derartiges Display dann auch mit 5,7-Zoll-Diagonale geben. Entscheidender Punkt bei diesen Displays mit integriertem Controller ist, dass sie »die Arbeit des Systementwicklers erleichtern« und die Entwicklungszeit für eigene Applikationen »drastisch verkürzen auf einige wenige Stunden«. Um das zu gewährleisten, gibt es Evaluation Kits, bestehend aus dem Display samt Touch-Panel und einem Interface-Board für den direkten Anschluss an den PC via USB-Port.

Hätte man nicht schon vor 1 Jahr die TFT-Neuheit präsentieren können? »Nein«, sagt Eber, »damals hat noch ein leistungsfähiger Negativ-Wandler gefehlt, den es mittlerweile am Markt gibt.« Mit dem damals verfügbaren Wandler-Bauteil hätte das Bild geflackert, der Kontrast wäre nicht schön gewesen, und außerdem hätte der damalige Wandler  auch noch dem eigenen EMV-Anspruch nicht genügt.  Verwendet wird ein 8-Bit-Controller, auf dem ein in Assembler programmiertes, eigenentwickeltes Betriebssystem läuft. Dies habe gleich mehrere Vorzüge, denn es sei »kein zeitraubendes Booten zu beobachten, außerdem sind keine Abstürze und kein Sicherheitsrisiko durch Viren zu befürchten«. Neben der Hardware-Entwicklung erforderte auch die zugehörige PC-Entwicklungssoftware eine Menge Arbeit, denn die vorhandenen Tools für die im letzten Jahr präsentierten intelligenten Displays »mussten teils neu aufgesetzt«  werden. Adressiert werden mit dem 7-Zöller Werkzeugmaschinen und größere Testgeräte, auf denen etwa komplette Tastaturen dargestellt werden müssen.

Ebenfalls auf das Konzept der intelligenten Displays setzt die österreichische Firma demmel, die innerhalb ihrer iLCD-Familie gar schon ein touchfähiges Modell mit 10-Zoll-Diagonale im Portfolio hat.

Electronic Assembly, Halle 1, Stand 375

demmel, Halle 1, Stand 256