OLED-TV Produktion von OLED-Fernsehern zehn mal teurer als von LCDs

Derzeit kostet das Fertigen eines 55-Zoll-TV-Displays auf AMOLED-Basis nach Berechnungen von der Marktforscher von DisplaySearch etwa zehnmal so viel wie die Produktion eines herkömmlichen LCD-LED-Panels. Auf lange Sicht soll sich das aber ändern.

Bei den kleinformatigen AMOLED-Displays, wie sie etwa für Smartphones schon massenhaft hergestellt werden, sind die Kosten schon deutlich nach unten gegangen. Die Prdouktion ist hier kaum teurer als die von gleichgroßen LCDs: so ist ein 4-Zoll-OLED-Display in der Fertigung nur noch 1,3 mal teurer als ein LCD.

Jae-Hak Choi, Senior Analyst von DisplaySearch, führt diese Kostensenkung auf Erfahrung beim Fertigungsprozess zurück, die im Laufe der letzten Jahre gemacht wurden.

Die Produktion großformatiger AMOLED-Displays »steckt hingegen noch in den Kinderschuhen, die augenblicklich hohen Kosten rühren von niedriger Ausbeute und hohen Materialkosten her«. Choi ist aber zuversichtlich, dass auf lange Sicht AMOLED-basierende TV-Geräte preislich mit LCD-Fernsehern »gleichziehen oder sie gar unterbieten werden, zumal sich die Kostenredukton bei LCD-Panels verlangsamt hat«. Für konkurrenzfähige Preise der AMOLED-Panels würden verbesserte Fertigungsprozesse, bessere Materialien und Drucktechnologien sorgen.

Nahezu die komplette Kapazität von AMOLED-Displays in Höhe von 2,3 Mio. m2 (2012) wird augenblicklich für mobile Geräte wie Smartphones und Digitalkameras verwendet. Auf Basis der geplanten Investitionen in neue Fabs wird sich die Menge binnen 4 Jahren bis 2016 auf 22 Mio. m2 fast verzehnfachen. Treibender Faktor für diesen Zuwachs sind Displaysearch zufolge TV-Geräte.

Als Pioniere auf diesem Gebiet haben sich zu Beginn des Jahres die beiden koreanischen Hersteller Samsung und LG erwiesen: Sie haben je ein 55-Zoll-Modell zur Serienreife entwickelt. Als Preis werden von manchen Marktbeobachtern mindestens 5.000 Dollar erwartet, Analysten von ABI-Research sehen eher einen Preis nah an 10.000 Dollar.

Während Samsung und LG ein marktfähiges Produkt schon 2012 anbieten werden, sind Panasonic und Sony noch nicht so weit. Um die Zeit zur Marktreife zu beschleunigen, kooperieren die beiden japanischen Unternehmen seit kurzem bei OLED miteinander. Ziel ist es, schon 2013 ebenfalls ein AMOLED-TV-Gerät mit möglicherweise noch größerer Diagonale auf den Markt bringen. Auch der stärkere Wettbewerb dürfte dafür sorgen, dass dann die Preise sinken.