Optische Identifikationstechnik Osram übernimmt VCSEL-Spezialisten Vixar

Für die Gesichtserkennung ist eine gleichmäßige Ausleuchtung mit IR-Licht erforderlich.
Für die Gesichtserkennung ist eine gleichmäßige Ausleuchtung mit IR-Licht erforderlich.

Mit der Übernahme des US-amerikanischen Gesichtserkennungsspezialisten Vixar verstärkt Osram seine Kompetenz in der halbleiterbasierten optischen Sicherheitstechnik – einem durchaus zukunftsträchtigen Markt.

Die 2005 gegründete Vixar Inc. gilt als Spezialist für Infrarottechnologien für sicherheitsrelevante Anwendungen und bietet neben IRED-Lösungen auch VCSEL-Technologien an. VCSEL steht für Vertical Cavity Surface Emitting Lasers, also für eine Spezialform der Laserdiode, bei der das Licht senkrecht zur Ebene des Halbleiterchips abgestrahlt wird. VCSEL ist derzeit vor allem für Identifikationsanwendungen in mobilen Endgeräten bekannt, kann aber auch zur Gestenerkennung und Abstandsmessung genutzt werden. Dabei reichen die Anwendungsgebiete von Medizin über Industrie bis hin zum Automobilbereich.

»Wir stärken mit der Übernahme von Vixar unser technologisches Know-how insbesondere im stark wachsenden Markt der Sicherheitstechnologien«, erklärt Olaf Berlien, Vorstandsvorsitzender der Osram Licht AG, den Hintergrund der Übernahme.

Osram hat als einer der Vorreiter im Bereich optischer Halbleiter auf Infrarot-Basis bereits Lichtquellen für Fingerabdrucksensorik, Iris-Scan und 2D-Gesichtserkennung auf dem Markt. Mit dem Vixar-Know-how will der Lichtkonzern nun weitere Sicherheitstechnologien wie beispielsweise äußerst kompakte 3D-Gesichtserkennungssysteme realisieren. Damit wären neben dem Entsperren von Smartphones und anderen Geräten der Unterhaltungselektronik auch Zugangskontrollen in industriellen Hochsicherheitsbereichen möglich. Darüber hinaus kann die dreidimensionale Umgebungserfassung mittels VCSEL-Technologie auch für Gestenerkennung, Augmented Reality, Robotik und Näherungssensorik bis hin zum autonomen Fahren dienen.