Lichttechnik Osram senkt Jahresprognose vorzeitig

Das Osram Lighthouse ist die Unternehmenszentrale des Lichtkonzerns.

Der Vorstand der Osram Licht AG reagiert auf die Marktabschwächung im Automobilbereich und passt seine Prognosen für das Geschäftsjahr 2018 vorzeitig an. Zudem will der Konzern seine Restrukturierungsmaßnahmen beschleunigen.

Handels- und Vertriebsbeschränkungen sowie Planungsrisiken bei Automobilherstellern hätten zu einer spürbaren Verunsicherung geführt, hieß es in einer Stellungnahme des Lichtkonzerns. Zudem werde die laufende Geschäftsentwicklung durch Projektverschiebungen seitens der Osram-Kunden in den Bereichen Mobile Devices und Horticulture beeinflusst; die Realisierung dieser Projekte sei jetzt für das Geschäftsjahr 2019 geplant.

Aufgrund dieser Entwicklungen erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2018 nun eine Umsatzsteigerung in Höhe von 1 bis 3 % (bisher: 3 bis 5 %) und ein bereinigtes EBITDA in Höhe von 570 bis 600 Mio. Euro (bisher: rund 640 Mio. Euro). 

Der Vorstand hat ferner beschlossen, die bereits laufenden Maßnahmen zur nachhaltigen Verbesserung der Profitabilität zu beschleunigen. Diese sehen unter anderem eine spürbare Reduzierung der Overheadkosten und einen Umbau der Werkslandschaft vor. 

Die Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretungen zur Umsetzung dieser Maßnahmen sollen bereits im Juli 2018 abgeschlossen werden. Ergänzende Maßnahmen, unter anderem im Einkauf und bei der Steigerung der Effizienz bei Forschung und Entwicklung, werden gegenwärtig vorbereitet.

Zudem wird der Vorstand seine Mittelfriststrategie weiterentwickeln. Die Ergebnisse dieser strategischen Weiterentwicklung sollen bei einem Kapitalmarkttag im Herbst bekannt gegeben werden. 

Bis zu diesem Zeitpunkt will der Vorstand ferner eine organisatorische Neuaufstellung des Konzerns und eine Aktualisierung der mittelfristigen Finanzziele prüfen.