Portabler Oberflächen-Desinfektor Mit Plasma, ohne Chemie und UV-Licht

Auf der virtuellen Display Week hat Wammes & Partner erstmals die Technologie P-Bod vorgestellt.
Auf der virtuellen Display Week hat Wammes & Partner erstmals die Technologie P-Bod vorgestellt.

Auf Plasma basierende, mobile, chemikalienfreie Desinfektion von Oberflächen jeglicher Art: Auf der virtuellen Display Week stellte Wammes & Partner sein als P-Bod bezeichnetes Reinigungskonzept vor.

Der Dienstleister, Entwickler und Hersteller von Displays hat sein eigenes Displayreinigungskonzept zu einem allgemeinen und mobil einsetzbaren Desinfektor weiterentwickelt. Mittels der als P-Bod bezeichneten Technologie lassen sich präzise regelbare Atmosphären-Plasma-Generatoren in verschiedenen Applikationen wie Händetrockner, Saugroboter, Klimaanlagen oder mobiler Kleingeräte integrieren. Das Gerät desinfiziert, indem es exakt einstellbare Mengen kurzzeitstabiler, hochenergetischer Mikro- und Nano-Partikel generiert, die für kleine und kleinste Viren und Bakterien biozid sind.

»Der physikalische Effekt dahinter ist nicht ganz neu, aber er befindet sich doch noch eher im Exotenstadium«, so Geschäftsführer Klaus Wammes. So entwickelt zum Beispiel auch das Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV bereits mobile, auf Plasma basierende Desinfektionsgeräte, allerdings in einer anderen Größenordnung: »Wir aber haben eine Möglichkeit gefunden, die Geräte sehr klein – also wirklich portabel – zu machen.«

Um die Technologie nutzen zu können, sind nur Umgebungsluft und Energie aus Akkus oder Steckdosen notwendig. Das minimiert gleichzeitig jegliches potenzielle Risiko von Fehlbedienung für Anwender und behandeltes Material drastisch. P-Bod lässt sich dem Unternehmen zufolge beinahe beliebig für unterschiedlichste Leistungsklassen und Anwendungen skalieren, beispielsweise für die jeweilige Zielanwendung in unterschiedlichen Gerätekonzepten beziehungsweise zur Bekämpfung von Bakterien, Sporen oder Viren.

Ein weiterer Vorteil gegenüber vielen anderen Desinfektionsgeräten: Weder Chemie noch UV-Licht sind im Spiel. »Beides ist zwar sehr leicht beschaffbar, allerdings auch mit Nebenwirkungen verbunden, weil Chemie und UV-Licht das Material nochmal massiv belasten«, erklärt Wammes. 

Das Unternehmen vertreibt dabei aber keine Desinfektionsgeräte, sondern die Lizenzen zur Integration der Technologie in Anwendungen aller Art – bei Bedarf auch das Consulting, um das Konzept technisch umsetzen zu können, so Wammes. Je nach Anwendung lasse sich die Technologie universell in den unterschiedlichsten Geräten und Leistungsklassen zur Desinfektion umsetzen, die sogar so klein ausfallen können, dass sie handtaschentauglich und damit mobil überall einsatzbereit sind.