Japan Display Kauf von JOLED und 500 Mio. Dollar für Investitionen

Das Werk von JDI in Nomi/Ishikawa
Das Werk von JDI in Nomi/Ishikawa

Japan Display will OLED-Hersteller JOLED übernehmen. Zudem will JDI 500 Mio. Dollar für Investitionen aufbringen.

Dazu finden bereits Gespräche mit der Innovation Network Corporation of Japan (INCJ) und JOLED statt. JDI plant seinen Anteil von 15 auf 51 Prozent erhöhen. JOLED war mit Hilfe von INCJ aus JDI, Panasonic und Sony hervorgegangen, größter Anteilseigener ist derzeit Autozulieferer Denso. Im vergangenen Dezember hatte das Unternehmen die Produktion von OLEDs aufgenommen. Um eine Massenfertigung dieser Bildschirme aufzubauen, will JOLED rund 100 Mrd. Yen in eine neue Fertigungslinie investieren. JDI und JOLED arbeiten bereits eng zusammen. Unter anderem vertreibt JOLED die eigenen OLEDs weltweit die Sales-Kanäle von JDI.

Außerdem will JDI ein Werk in Nomi (Präfektur Ishikawa) an INCJ verkaufen, ihrem größten Anteilseigner. Dann übernähme JOLED die Fertigung in diesem Werk. Hier werden mittlere und große OLED-Displays für den Einsatz in Laptops und Tabletts hergestellt. Dabei setzt JOLED auf einen Tintenstrahl-Druckprozess, der gegenüber alternativen Techniken um 30 bis 50 Prozent kostengünstiger sein soll.

Die anvisierten 20 Mrd. Yen aus dem Verkauf will JDI in den Ausbau ihrer Fertigungskapazitäten für ihre Full-Active-LCD-Displays stecken. Das Unternehmen rechnet damit, dass der Bedarf für diese Bildschirmtypen, die es auf Basis der eigenen Low Temperature Polysilicon-Technik entwickelt hat, in der zweiten Jahreshälfte stark steigen wird. Full-Active-Dsiplays erreichen laut JDI dieselbe Leistungsfähigkeit wie OLEDS, seien aber deutlich billiger. JDI fertigt sie seit Sommer 2017. Unter anderem setzten bereits große chinesische Smartphone-Hersteller diese Bildschirme ein.   

Bisher hatte es so ausgesehen als ob Apple in allen neuen iPhones X OLEDs einsetzen würde. Das hatte JDI getroffen, denn Apple ist der größte Kunde von Japan Displays. Deshalb bemüht sich JDI nun verstärkt darum, die Voraussetzungen zu schaffen, um selber in die OLED-Technik investieren zu können.