Optoelektronik Jenoptik baut Konzernstruktur um

Jenoptik-Konzern stellt die Weichen für die Nachfolge des Vorstandsvorsitzenden.

Mit einem kräftigen Umsatz- und Ertragsplus im Rücken will sich der Technologiekonzern Jenoptik in diesem Jahr neu aufstellen.

Von einem Industriekonglomerat solle Jenoptik wieder zu einem Unternehmen werden, das sich auf seine Kernkompetenz in der Optoelektronik konzentriere - und damit auf optische Systeme, Laser und Sensoren, erklärte der Vorstandschef des TecDax-Unternehmens, Stefan Traeger.

Jenoptik erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Gewinn von 72,5 Millionen Euro und damit rund ein Drittel mehr als 2016. Der Umsatzanstieg betrug 9,2 Prozent auf 747,9 Millionen Euro.

Seinen Aktionären kündigte Traeger für 2017 eine höhere Dividende an. Vorgeschlagen seien 30 Cent pro Aktie nach 25 Cent im vergangenen Jahr. »Wir wollen 2019 in vier großen Divisionen aufgestellt sein«, sagte Traeger. Er hatte den Verkauf der Militärtechniksparte, die unter anderem Teile für Panzer und Kampfjets sowie mechanische Bauteile produziert, vor einigen Wochen nicht mehr ausgeschlossen. Zunächst solle der Bereich jedoch unter einer eigenen Marke firmieren.

Für 2018 hängte der Vorstand die Messlatte für Umsatz und Ertrag höher. Angepeilt werde ein Umsatzvolumen von 790 bis 810 Millionen Euro. »Wir haben Rückenwind aus unseren Märkten.« Zudem sei der Auftragsbestand um rund zwölf Prozent auf 453,5 Millionen Euro gestiegen. Im ersten Halbjahr würden verstärkt auch Erlöse aus der Installation von Anlagen für die Lkw-Maut auf Bundesstraßen fließen. Jenoptik sei an dem Projekt der Berliner Toll Collect GmbH beteiligt.

Das Unternehmen mit rund 3700 Mitarbeitern, davon 1225 am Hauptsitz in Jena, ist einer der wenigen eigenständigen Industriekonzerne in Ostdeutschland.

(Für markt-technik.de: Nicole Wörner)