LED/Lighting Fulda im Kampf gegen Lichtverschmutzung ausgezeichnet

Fuldas Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld zeigt die Bewerbung zur Dark-Sky-Community
Fuldas Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld zeigt die Bewerbung zur Dark-Sky-Community

Fulda ist als erste »Sternenstadt« Deutschlands anerkannt worden. Honoriert wurden damit die Bemühungen, möglichst wenig Lichtverschmutzung zu verursachen.

Lichtverschmutzung bezeichnet die Aufhellung des Nachthimmels durch künstliche Lichtquellen, deren Licht in die Atmosphäre strahlt.

Fulda will als erste »Sternenstadt« Deutschlands ein Zeichen gegen Lichtverschmutzung setzen. Dafür wurde die osthessische Stadt nun von der International Dark Sky Association in den USA als erste Dark-Sky-Kommune Deutschlands ausgezeichnet. Der Fuldaer Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld (CDU) sagte: »Die Bewerbung war ein Kraftakt. Das Signal lautet: Ein großer Teil der Lichtverschmutzung ist vermeidbar, und wir wollen mit intelligenten Lösungen als Vorbild für andere Kommunen vorangehen.«

Stadtbaurat Daniel Schreiner erklärte, zu viel und vor allem falsch gerichtetes, schlecht gesteuertes Licht in kalten Lichtfarben beeinträchtige nachweislich das Leben vieler nachtaktiver Arten, störe Pflanzen und belaste die Gesundheit der Menschen. Es sei leicht möglich, künstliches Licht standort- und bedarfsgerecht einzusetzen. »So kann man Lichtverschmutzung vermeiden, Kosten senken und durch Energieeinsparung einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.«

Ein Beispiel für die Fuldaer Bemühungen: Es wurden bereits mehr als 500 Leuchten auf umweltfreundliche LED-Leuchten umgerüstet. Zwischen 22.30 und 5.30 Uhr seien sie um 50 Prozent gedimmt. Daraus resultiere eine Ersparnis von etwa 80.000 kWh pro Jahr, wie der Energieversorger Osthessen-Netz erklärte. Wenn alles umgestellt, rechnet der Versorger mit Einsparungen von 770.000 kWh und somit 220.000 Euro.