Bis 2016 Umsatz vervierfacht Frost&Sullivan prognostiziert OLED-Boom

Zwischen 2011 und 2016 klettern die globalen Umsätze mit OLED-Displays von 1,7 auf 7,4 Mrd. Dollar.
Zwischen 2011 und 2016 klettern die globalen Umsätze mit OLED-Displays von 1,7 auf 7,4 Mrd. Dollar.

Displays auf Basis OLED (Organic Light Emitting Diode) stehen vor einem Boom: Gemäß einer aktuellen Studie von Frost&Sullivan wachsen die globalen Umsätze zwischen 2011 und 2016 jährlich um durchschnittlich 34 Prozent.

Damit würden sich die Umsätze von 1,7 auf 7,4 Mrd. Dollar mehr als vervierfachen. Bei den Stückzahlen ist der Anstieg noch höher, 157 Mio. Units zu Beginn des Prognosezeitraums stehen 2016 dann 942 Mio. Einheiten gegenüber, exakt das 6-Fache also.

»Die aufkommende Dominanz im Markt fördern Technologien wie Aktivmatrix-OLED«, erläutert F&S-Analyst Nupur Sinha. Im Vergleich mit konkurrierenden Display-Technologien wie TFT-LCD sind OLED-Anzeigen fünfmal dünner, weil sie selbstleuchtend sind und kein zusätzliches Backlight benötigen, wodurch überdies der Energieverbrauch sinkt. Zudem bieten emissive Displays einen hohen Kontrast und einen großen Betrachungswinkel von nahezu 180 Grad.

Vorangetrieben wird das Marktwachstum derzeit vorrangig durch Consumer-Produkte wie Smartphones, PDAs, Digicams und Kfz-Audio-Systeme. Dafür werden Displays mit Diagonalen unter 10 Zoll benötigt, doch künftig spielen auch OLED-Displays für TV-Geräte eine Rolle. Vorreiter sind hier die koreanischen Hersteller Samsung und LG, die jeweils einen OLED-basierenden Fernseher mit 55-Zoll-Diagonale zur Marktreife entwickelt haben. Sony und Panasonic haben ihre Entwicklungsressourcen gebündelt und wollen 2013 jeweils ein OLED-TV-Gerät ins Rennen schicken.

»Bis ein Vollfarb-OLED-Display in die Massenproduktion bei maximaler Kosteneffizienz gehen kann, müssen die OLED-Hersteller aber noch einiges an Entwicklungsarbeit leisten«, betont Sinha angesichts der höheren Panel-Preise. Dies gilt vor allem für die 55-Zoll-Boliden, deren Preis deutlich über 5000 Dollar liegen dürfte. Um eine bessere Marktpräsenz zu erreichen, sollten sich die Hersteller auf Aspekte wie »Energieeffizienz, bessere Auflösung und einen längeren Lebenszyklus konzentrieren«.