Geht der Plan von ams auf? Fristende für Osram-Aktionäre

Blick auf den Firmensitz von ams in Premstätten.
Blick auf den Firmensitz von ams in Premstätten.

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch (00.00 Uhr) endet vorerst die mehrwöchige Bieterschlacht um Osram.

Die Aktionäre von Osram haben bis Mitternacht Zeit, um sich für die Annahme eines Übernahmeangebots zu entscheiden. Das Ergebnis allerdings wird sehr wahrscheinlich erst gegen Ende der Woche vorliegen. Der österreichische Sensorhersteller ams bietet 41 Euro je Osram-Aktie, was einen Gesamtkaufpreis von über 3,9 Milliarden Euro bedeuten würde.

Damit liegen die Österreicher in Führung vor den zwei bereits abgeschlagenen US-Finanzinvestoren Bain Capital und Carlyle, die 35 Euro je Aktie bieten und als chancenlos gelten.

Jedoch ist keineswegs sicher, dass ams sich durchsetzt. Der steirische Sensorhersteller hat sich selbst eine Schwelle gesetzt: Wenn nicht die Eigentümer von mindestens 62,5 Prozent der Osram-Aktien zustimmen, ist die Übernahme gescheitert.

Bain Capital – einer der beiden US-Finanzinvestoren –  will in Kooperation mit Advent ein noch höheres Angebot vorlegen. Die IG Metall und der Osram-Betriebsrat lehnen eine Übernahme durch ams ab, weil sie eine Zerschlagung des über 110 Jahre alten Traditionsunternehmens befürchten.

Nach dem Ende der Annahmefrist haben die Banken, die die Aktiendepots verwalten, 48 Stunden Zeit, um die Ergebnisse zu übermitteln, wie eine Sprecherin von ams erklärte. Wegen des bevorstehenden Feiertags am Donnerstag könnte sogar erst am Freitag feststehen, ob ams sich durchgesetzt hat.