NanoMarktes prognostiziert E-Paper werden zum Millarden-Dollar-Markt

E-Paper-Umsätze von 2010 bis 2017 nach Applikationen

Wenn es nach den Analysten von NanoMarkets geht, werden die Umsätze mit E-Paper-Displays bis zum Jahr 2013 die Milliarden-Dollar-Marke knacken. Derzeit sind die Umsätze mit E-Paper-Displays zwar weltweit mit etwa 324 Mio. Dollar noch vergleichsweise moderat, werden sich aber bis zum Jahr 2015 mehr als verdreifachen.

Der große Erfolg des E-Book Readers »Kindle« habe dem E-Paper inzwischen zu deutlich mehr Akzeptanz verholfen, so die Analysten. Denn erfahrungsgemäß gelingt der Durchbruch einer neuen Display-Technolgogie nicht erst, wenn sie perfekt ist, sondern, wenn sie gut genug für besondere Anwendungen ist – wie in diesem Fall die E-Book-Reader.

Das E-Paper besticht durch Eigenschaften, die kein anderer Display-Typ vorweisen kann: die Panels sind bistabil, verbrauchen deshalb nur wenig Strom, und sind sonnenlichttauglich. Allerdings gibt es bislang keine Multi-Color-E-Papers, was die möglichen Einsatzgebiete einschränkt. Der Löwenanteil der E-Paper-Umsätze wird laut NanoMarkets weiterhin auf  die  E-Book-Reader entfallen. - Fast die Hälfte der 23 E-Paper-Hersteller sind asiatische Firmen, darunter LG, AUO und Prime View. Mit ADT ist seit kurzem auch ein deutsches Unternehmen in die Entwicklung von E-Papers eingestiegen. Auch das wachsende Interesse der Chip-Hersteller wie Texas Instruments, Marvell und Freescale, die an Ansteuer-ICs und Treiber-Chips für E-Paper arbeiten, lässt das große Potenzial dieser neuen Displays erahnen.