E-Paper E Ink übernimmt Konkurrenten

Die häufigste Anwendung eines E-Papers so wie es die meisten Menschen kennen: als E-Book-Raeder in Amazons Kindle Touch.
Die häufigste Anwendung eines E-Papers so wie es die meisten Menschen kennen: als E-Book-Raeder in Amazons Kindle Touch.

Der weltweit dominierende Hersteller von E-Paper-Displays, E Ink, will seinen Konkurrenten SiPix für rund 40 Millionen Euro übernehmen.

E Ink übernimmt demnach 82,7 Prozent aller SiPix-Aktien. Ziel ist es, später alle Aktien des Unternehmens zu kaufen, was einer Gesamtsumme von ungefähr 40 Millionen Euro entspricht.

Sipix wurde 1999 gegründet und hat Niederlassungen in Kalifornien und Taiwan. Ähnlich wie E Ink verwendet Sipix elektrophoretische Displays, allerdings mit seiner eigenen Microcup-Technik. Diese ergänzt E-Inks E-Paper-Display-Technik, die in bislang mehr als 50 Mio. E-Book-Readern wie etwa Amazons Kindle eingesetzt wird. Weniger bekannte Anwendungen sind aber auch Anzeigen, Displays von Uhren oder elektronische Schilder in Geschäften.

Mit der Kombination der Technik von Sipix will E-Ink zum einen den Umsatz in den bisherigen Märkten steigern, zum andern aber auch in neuen Anwendungen Fuß fassen. Welche Techniken oder Anwendungen das speziell sind, sagte E Ink allerdings nicht.

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Jenseits des E-Readers: E-Paper in unterschiedlichen Anwendungen

Nicht nur als E-Reader: E-Paper in unterschiedlichen Anwendungen

Das ehrgeizige Ziel von Scott Liu, Chairman der E-Ink-Holding lautet, E-Paper-Displays auf allen möglichen "Smart-Surfaces" zu implementieren (siehe Bilderstrecke). Der Vorteil von E-Paper im Vergleich mit OLED- oder LC-Displays ist die geringe Stromaufnahme, vor allem aber die gute, augenfreundliche Ablesbarkeit auch im hellen Sonnenlicht.

E Ink wurde 1997 als Spin-Off des MIT gegründet. 2009 wurde das Unternehmen von Prime View International aus Taiwan für 215 Millionen Dollar gekauft. Im letzten Jahr hat E Ink erstmals einen Umsatz von über einer Milliarde Dollar erzielt.