Alternative für Papier-Labels Digitale Etiketten kommen ohne Batterie aus

nextLAP launcht digitale Etiketten für die Beschriftung von Regalplätzen.
nextLap präsentiert digitale Etiketten für die Beschriftung von Regalplätzen.

Als Alternative für Papier-Label bietet nextLap ein e-Ink-Tag, das ohne Batterie auskommt und per NFC über eine Handy-App lokal beschreibbar ist.

In der Montage und Logistik sind heutzutage die Regalplätze  auf der Bestückungs- und Entnahmeseite meist mit einem Papier-Label ausgestattet. Darauf abgebildet sind mindestens die Teilebezeichnung und ein 1D- oder 2D-Barcode der Nummer. Je nach Bedarf werden minimale und maximale Mengenangaben oder Stellplatzcodierungen angegeben. Der Nachteil: Die Beschriftung und die Plexiglasabdeckung müssen regelmäßig erneuert und gewartet werden, sei es wegen Beschädigungen oder weil neue Teilenummern platziert werden. 

»Zum Beispiel aus dem Retail-Bereich kennt man bereits digitale Lösungsan­sätze mit e-Ink-Tags, die Remote-Update-fähig sind. Diese sind flächendeckend jedoch teuer, weil sie ein drahtloses Funknetzwerk benötigen, über das die Tags aktualisiert werden. Das Funknetzwerk muss im Low-Power-Bereich arbeiten, damit die notwendigen Batterien in den Tags möglichst lange ohne Tausch funk­tionieren. Beim Einsatz von e-Ink-Tags im Produktionsbereich ist kein Verlass darauf, dass sich das Tag langfristig noch genau an seinem Platz befindet. Ein Remote-Update ist hier daher eher unrealistisch«, erklärt André Ziemke, Geschäftsführer von nextLAP.

Anders funktionieren soll das von nextLAP entwickelte Etikett, das keine Batterie benötigt und sich per NFC über eine Handy-App lokal beschreiben lässt. Dadurch entfällt der Aufwand für den bisher Papier-basierten Prozess.

Das Beschreiben erfolgt vor Ort, indem der Mitarbeiter das Handy auf das Tag auflegt. Es ist keine zusätzliche drahtlose Netzwerkinfrastruktur nötig, um die Tags zu beschreiben. Weil keine Batterie verbaut ist, sind weder Batteriewechsel noch damit verbundene zusätzlich zu implementierende Wartungsprozesse erforderlich.

»Die Einsparung der Wartungsprozesse ist entscheidend, weil beispielsweise in der Automotive-Industrie in den Logistikzonen häufig externe Dienstleister picken und zusätzliche Wartungsprozesse erst vertraglich vereinbart werden müssen sowie Zusatzkosten entstehen«, erklärt Ziemke. »Wir bieten Fabriken eine kostengünstige, einfache und schlanke Lösung, die sowohl Industrie-4.0-konform ist als auch dem Lean-Gedanken entspricht.«