Fraunhofer FEP Datenbrille mit bidirektionalen OLED-Mikrodisplays

Eine Auflösung von 800 x 600 Pixel hat die multifunktionale Datenbrille von Fraunhofer FEP.
Eine Auflösung von 800 x 600 Pixel hat die multifunktionale Datenbrille von Fraunhofer FEP.

Die am Fraunhofer FEP entwickelten bidirektionalen OLED-Mikrodisplays wurden erstmals in eine multifunktionale Demo-Datenbrille eingebaut. Damit lassen sich AR-/VR-Anwendungen und 2D-/3D-Inhalte darstellen.

Laut Entwicklerin Judith Baumgarten vom Fraunhofer FEP »können wir mit diesem Demonstrator nicht nur die Qualität und vielfältige Einsetzbarkeit unserer Mikrodisplays zeigen, sondern auch unser Know-how auf dem Gebiet des Elektronikdesigns unter Beweis stellen«.

Ein schon existierender Demonstrator wurde gemeinsam mit der Juniorprofessur für technisches Design der TU Dresden so weiterentwickelt, dass er sowohl für AR- (augmented reality) als auch VR-Anwendungen (virtual reality) einsetzbar ist. Außerdem den beiden Displays je Auge unterschiedliche Bildinhalte zugewiesen und so ein 3D-Eindruck beim Anwender erzeugt werden. Durch die Nutzung der standardisierten Schnittstellen HDMI und USB ist die Datenbrille mit nahezu jeder Videoquelle verwendbar. Kunden können so mit der gleichen Hardware unterschiedliche Anwendungen evaluieren.

Für den ersten Demonstrator nutzten die Wissenschaftler bidirektionale OLED-Mikrodisplays mit einer Auflösung von 800 x 600 Pixel, die neben den OLED-Pixeln auch Photodioden-Pixel auf dem Chip integriert haben. Dadurch kann neben der Anzeige von Informationen über die Displaypixel mit dem eingebetteten Bildsensor auch das Auge des Nutzers aufgenommen und somit potenziell eine Augensteuerung umgesetzt werden.

Auf der awe europe am 19. und 20. Oktober 2017 im MOC München wird die neue Datenbrille erstmals am Stand des Fraunhofer FEP, Nr. 420, vorgestellt.