Bedruckt, faltbar, flexibel Das waren die Highlights in der gedruckten Elektronik

Das FlexPai von Royole ist wohl das erste faltbare Smartphone.
Das FlexPai von Royole.

Wie sich die gedruckte Elektronik in den letzten 12 Monaten entwickelt hat, analysiert IDTechEx-CEO Raghu Das im aktuellen Bericht "Flexible, Printed and Organic Electronics 2019-2029". Der Bericht basiert auf einer über 15-jährigen Branchenanalyse.

1. Bedruckte OLEDs sind Realität
Zwar wird schon seit einigen Jahren die Dünnfilm-Verkapselungsschicht von OLED-Displays per Druck hergestellt, das japanische Unternehmen JOLED hat im Dezember 2017 aber eine Neuheit auf den Markt gebracht: Die erste tintenstrahlbedruckte Aktivmatrix-OLED, bei der die Lichtemitter gedruckt werden. Das 21,6-Zoll-4K-Display hat eine Auflösung von knapp über 200 ppi. Im August 2018 sammelte JOLED rund 420 Millionen Dollar von vier neuen Investoren, darunter der Automobilzulieferer Denso, die Materialfirma Sumitomo und der Anlagenbauer Screen Finetech. Außerdem hat das Unternehmen kürzlich eine Vereinbarung mit Panasonic und Screen Finetech über die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von Druckgeräten für den Druck von OLED-Displays unterzeichnet. 

2. Faltbare Displays
Im Bericht „OLED Display Forecasts and Technologies 2019-2029“ prognostizierte IDTechEx, dass die ersten faltbaren OLED-Displays 2018 auf den Markt kommen.
Jetzt zeigt sich: Schon mehrere Unternehmen sind am Gange, darunter die chinesische Firma Nubia, die in diesem Jahr ein langes, dünnes OLED-Display in einem tragbaren Gerät auf den chinesischen Markt bringen will. Auch Samsung hat sein erstes faltbares Smartphone vorgestellt, Huawei und andere sind ihnen auf den Fersen. Zuerst hatte das chinesishce Start-up-Unternehmen Royole das FlexPai als erstes faltbare Smartphone vorgestellt. Das Gerät bietet einen 7,8-Zoll-Bildschirm (im aufgefalteten Zustand) und ist im eingeklappten Zustand in drei einzelne Bildschirme unterteilt. Das Unternehmen will das Gerät Ende Dezember auf den Markt bringen. 

3. Drucken von Hybrid-Quantum-Dot-OLED-Displays 
Ende 2018 will Samsung eine Pilotfertigungslinie für Quantum-Dot(QD)-OLED-Displays aufbauen. Dabei werden eine blaue OLED-Hintergrundbeleuchtung und ein blauer OLED-Lichtsender für blaue Pixel sowie rote und grüne QD-Farbfilter für rote und grüne Pixel verwendet. Laut einem Bericht werden die roten und grünen QD-Materialien mit der von Kateeva gelieferten Ausrüstung im Inkjetverfahren bedruckt. Das Display kombiniert die Vorteile beider Welten von OLED-Materialien und Quantenpunkten. IDTechEx sieht dies auch als Sprungbrett zu vollständig gedruckten, lichtemittierenden QD-Displays, die sich auf die weiße OLED mit LCD-Farbfilteransatz auswirken würden, die von anderen für das Fernsehen eingesetzt werden.