DENEFF informiert BMWi stoppt LED-Förderung

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) will LED-Beleuchtung im Programm zur Förderung hocheffizienter Querschnittstechnologien nicht weiter bezuschussen. Die neuen Förderbedingungen sollen ab dem zweiten Quartal 2016 gelten.

Die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF) weist auf diese Änderungen hin, weil sie vielen Unternehmen, die das bisherige Förderangebot genutzt haben, noch nicht bekannt sind:

Nach Auskunft des für die Antragstellung zuständigen Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) können energieeffiziente Beleuchtungsanlagen alternativ über das KfW-Energieeffizienzprogramm »Energieeffizient Bauen und Sanieren« für gewerblich genutzte Nichtwohngebäude gefördert werden.

Diese Förderung ist jedoch nicht als direkter Zuschuss, sondern nur in Form eines zinsgünstigen Kredits möglich. Der Tilgungszuschuss von 5 % für Einzelmaßnahmen ist zudem deutlich geringer als die vorher gewährten 10 bis 30 % der zuwendungsfähigen Kosten.

»LED-Systeme haben in den letzten Jahren einen enormen technischen Fortschritt erlebt und sind oft auch ohne Förderung wirtschaftlich«, erklärt Carsten Müller, Vorstandsvorsitzender der DENEFF. »Wir hätten uns jedoch gewünscht, dass die Bundesregierung die Änderungen frühzeitiger und aktiver kommuniziert. So könnten nun insbesondere kleine Spezialisten in existenzielle Schwierigkeiten kommen. Wir empfehlen allen Anbietern, sich jetzt schnell darauf einzustellen. Effiziente Beleuchtung ist mehr als je zuvor ein guter Appetitmacher für mehr Energieeffizienz. Es gibt weiterhin attraktive staatliche Zuschüsse für viele Effizienzmaßnahmen in anderen Bereichen. Das heißt: Es können weiterhin intelligente Lichtlösungen und beispielsweise energiesparende Pumpen gemeinsam angeboten - aber nicht mehr zusammen gefördert werden.«