Osram Licht AG Aufsichtsrat stimmt Abspaltungsplänen zu

Das Osram Lighthouse ist die Unternehmenszentrale des Lichtkonzerns.
Der Lichtkonzern Osram Licht AG plant tiefgreifende Umstrukturierungen.

Wenige Tage nach Bekanntgabe der Abspaltungspläne seitens des Vorstands hat der Aufsichtsrat der Osram Licht AG grünes Licht für einen Prüfauftrag zur Verselbstständigung des Lampengeschäfts für die Allgemeinbeleuchtung gegeben.

Als eigenständige Einheit könne das Lampengeschäft freier am Markt agieren und strategische Optionen, wie zum Beispiel Partnerschaften, leichter realisieren, hieß es in einer Stellungnahme. Mit der Trennung vom Lampengeschäft für die Allgemeinbeleuchtung trage der Lichtkonzern den unterschiedlichen Dynamiken und Anforderungen im sich wandelnden Lichtmarkt Rechnung.

»Wir haben im zweiten Quartal zwar erneut eine gute Entwicklung verzeichnet, müssen uns aber mit den Realitäten des Marktes auseinandersetzen«, erklärt Olaf Berlien, Vorstandsvorsitzender der Osram Licht AG. »Der Lichtmarkt ist im Wesentlichen von zwei Geschäftsmodellen mit unterschiedlichen Dynamiken und Anforderungen geprägt: Einerseits den Massenmärkten, in denen gleichbleibend hohe Qualität und Kosteneffizienz wettbewerbsentscheidend sind. Auf der anderen Seite gibt es die Technologiemärkte, die sich durch Innovation, kundenspezifische Lösungen und nachhaltiges Wachstum auszeichnen. Diese Technologiemärkte sollen künftig das Kerngeschäft von Osram bilden.« Damit dürften die Bereiche optische Halbleiter, Automobil- und Spezialbeleuchtung sowie Leuchten, Systeme und Lösungen gemeint sein.

Vor wenigen Tagen hatte der Vorstand dem Aufsichtsrat erste Pläne zur Verselbständigung des Lampengeschäfts vorgelegt. Von der Abspaltung betroffen sind dementsprechend die Bereiche der traditionellen und der LED-basierten Leuchtmittel der Business Units CLB und LLS – und damit insgesamt rund ein Drittel der etwa 34.000 Mitarbeiter.

Im Geschäftsjahr 2013/2014 hatte der Konzern mit diesen Bereichen noch einen Umsatz von rund 2 Milliarden Euro erzielt – von insgesamt 5,1 Millionen Euro.