Übernahmeschlacht um Osram ams erhöht Angebot

Firmensitz von ams in Premstätten.
Firmensitz von ams in Premstätten.

ams hat seine Offerte von 38,50 Euro pro Osram-Aktie auf 41 Euro erhöht.

Damit reagiert das Unternhemen auf die Mitteilung, nach der Bain sich mit Advent zusammengetan hat, um das Angebot von ams deutlich zu übertreffen. Dieses neue »endgültige Angebot« gilt noch bis zum 1. Oktober

»Wir ermöglichen Osram-Aktionären, von unserem Endgültigen Angebot mit seinen deutlich verbesserten Konditionen zu profitieren, und wollen jeglichen Spekulationen über ein ungewisses indikatives Drittbieterangebot ein Ende setzen«, sagt Alexander Everke, CEO von ams. »Unsere strategische Vision ist es, einen globalen Technologieführer für Sensoriklösungen und Photonik zu schaffen. Wir haben umfassende Zusagen zur Absicherung der Mitarbeiter und Produktionsstätten von OSRAM in Deutschland gemacht und die erfolgreiche Integration beider Unternehmen sorgfältig geplant.« Dank des besseren Cashflows und geringerer Kapitalkosten böte ams allen Stakeholdern ein überlegenes Angebot, das im Vergleich zum indikativen Drittbieterangebot ein stärkeres Unternehmen schaffte.

ams hat mit dem Vorstand und dem Aufsichtsrat von OSRAM eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen, die verbindliche und umfassende Zusagen zur Sicherung der Osram-Mitarbeiter und Produktionsstandorte in Deutschland enthält.

ams werde neben anderen Garantien (Betriebsvereinbarungen und Tarifverträge bleiben bestehen) die deutschen Produktionsstätten von Osram in Regensburg, Berlin, Schwabmünchen, Herbrechtingen, Traunreut und Eichstätt für mindestens drei Jahre weiterbetreiben.

Die Finanzierung des endgültigen Angebots sei laut ams durch eine von HSBC, UBS und BAML zugesagte Brückenfinanzierung in der Höhe von EUR 4,4 Mrd. abgesichert. Sie werde durch eine Kombination aus Eigen- und Fremdkapitalemissionen refinanziert. ams plant neues Eigenkapital in der Höhe von EUR 1,6 Mrd. (in CHF), insbesondere in Form einer Bezugsrechtsemission und anderer aktiengebundener Instrumente, zu begeben, das von HSBC und UBS vollumfänglich übernommen worden ist. Bei pro-forma-Berücksichtigung der Aktienemission geht ams davon aus, dass sich durch die Transaktion ein erwarteter pro-forma-Verschuldungsgrad zum Dezember 2019 von rund 4,5x Nettoverschuldung/EBITDA bzw. 3,4x Nettoverschuldung/EBITDA bereinigt um Kosten- und Umsatzsynergien ergibt. Aufgrund des erwarteten starken Cashflow-Profils des kombinierten Konzerns geht ams davon aus, dass sich der Verschuldungsgrad rasch deutlich verringern werde.