Everlight und Bilton International 7 Trends für die lineare LED-Beleuchtung

Einsatz von LED-Bändern im Shop-Bereich
Einsatz von LED-Bändern im Shop-Bereich

Effizienz, Lichtqualität oder Farbwiedergabe? Preis oder Lieferfähigkeit? Welches sind die bestimmenden Faktoren im Bereich der SMD-LEDs für die lineare Beleuchtung? Dr. Christopher Keusch von Everlight Electronics und Patrick Müller von Bilton International sehen aktuell sieben Trends.

Der europäische Lichtmarkt gilt weltweit als Maßstab für die LED-Beleuchtung, denn er verlangt nach Produkten und Lösungen mit höchster Effizienz und zunehmend auch hoher Lichtqualität. Europäische Leuchten- und Leuchtmittelhersteller differenzieren sich deshalb gegenüber dem internationalen Wettbewerb immer stärker durch die Performance ihrer Endprodukte.

So liegt der Fokus mittlerweile nicht mehr nur auf hocheffizienten Standard-Lichtprodukten wie LED-Modulen und -Bändern für OEM-Kunden oder auf LED-Röhren und Retrofits für den Endverbraucher. Sondern der echte Mehrwert entsteht zunehmend aus speziellen, genau auf die jeweiligen Anwendungen angepassten und fertig einsatzbereiten Komplettlösungen.

Die Aufgabe der LED-Komponentenhersteller ist es nun, der Lichtindustrie leistungsfähige LEDs zur Verfügung zu stellen, die all diesen Ansprüchen gerecht werden und dabei auch noch ein interessantes Preis-/Leistungsverhältnis bieten.

Trend 1: Gehäusevielfalt

»Vor allem SMD-LEDs im kompakten Kunststoffgehäuse – PLCC – vereinen Vorteile, die all diesen Ansprüchen gerecht werden können«, erklärt Dr. Christopher Keusch, Director Lighting Business EMEA von Everlight Electronics. »Dank einer Vielfalt aktueller und zukünftiger Bauformen im Low-, Mid- und High-Power-Bereich mit Wattagen von 0,1 bis mittlerweile 8 W gibt es für jeden Anwendungszweck die optimale LED. Zudem fallen gegenüber LEDs auf Keramiksubstrat weit geringere Herstellungskosten an. Unsere Kunden bestimmen weitgehend selbst, welche LED für ihre Applikation die beste ist. Daher setzen wir als Hersteller auf größtmögliche Vielfalt statt auf Spezialisierung oder Einschränkung.«

Trend 2: Miniaturisierung und homogene Ausleuchtung

Vor allem in der linearen Beleuchtung wird der anhaltende Trend zur Miniaturisierung der LED und aller weiteren Komponenten auf dem LED-Modul durch immer kompaktere Gehäusetypen im Low-Power-Bereich bei 0,2 W wie 2835 (2,8 x 3,5 mm), 3020 (3 x 2 mm) oder gar 2016 (2 x 1,6 mm) unterstützt. »Eine hohe Bestückungsdichte sorgt für eine homogenere Lichtverteilung als sie Mid-Power-LEDs wie 5650 mit einer Größe von 5,6 x 3 mm erreichen können«, so Keusch. »Vor allem optische ‚Hot Spots‘ werden damit wirkungsvoll vermieden, ohne große Verluste durch den Einsatz von Diffusoren in Kauf nehmen zu müssen.« Darüber hinaus gewährleiste die geringe Breite dieser Gehäuse eine hohe Flexibilität bei der Strahlführung und erlaube die Einkopplung in Lichtleiter oder Glasstirnflächen.