National Instruments »Wir müssen uns eingehend mit disruptiven Trends befassen«

Rahman Jamal, Global Technology and Marketing Director bei National Instruments: "Es hilft nicht, lange zu argumentieren und zu normen. Wichtig ist jetzt, konkrete Projekte umzusetzen!"
Rahman Jamal, National Instruments: »All diese Trends machen eines deutlich: Ohne einen plattformbasierten Implementierungsansatz sind solche disruptiven Herausforderungen nicht zu bewältigen.«

Das Silicon Valley ist heutzutage geprägt vom Stichwort »Disruption« - davon ist Rahman Jamal, Global Technology & Marketing Director von National Instruments überzeugt. Als Vordenker neuer Technologien haben die Experten von NI vier Trends ausgemacht, die die Zukunft maßgeblich beeinflussen werden.

»Disruption bedeutet die Zerstörung eines Ökosystems durch ein neues, angetriggert durch Technologien, die den Markt umkrempeln und ein Nährboden für neue Trends sind«, erklärt Rahman Jamal, Global Technology & Marketing Director von National Instruments. »Als Unternehmen, das den Ruf hat, disruptive Philosophien und Technologien auf den Markt zu bringen, sind wir bei National Instruments mit aufkommenden technologischen Strömungen bestens vertraut.«

Doch welches sind nun diese disruptiven Technologien, die zurzeit die Gemüter bewegen? Im Großen und Ganzen zeichnen sich vier Trends ab, die Rahman Jamal so beschreibt:  

  • 5G: Das Internet für alle und für alles – Mit der Einführung des Smartphones sind Wireless-Daten für mobile Endgeräte zu einem unverzichtbaren Teil des Alltags geworden. Um für die zukünftigen Anforderungen an Bandbreite, Netzabdeckung und auch Latenz gerüstet zu sein, wird schon heute massiv an der 5. Generation (5G) der Mobilfunkstandards geforscht.
  • Monolithische ‚Big-Iron-ATE-Systeme‘ können mit dem Internet der Dinge nicht Schritt schalten – zwar bleibt die Entwicklung intelligenter ‚Dinge‘ den Erfindern und Entwicklern überlassen, jedoch muss der Testingenieur sicherstellen, dass diese Geräte sicher und zuverlässig funktionieren und zudem die Voraussetzungen für ein disruptives Geschäftsmodell erfüllen. Sprich, herkömmliche Big-Iron-Systeme sind den steigenden Anforderungen von morgen in puncto IoT kaum gewachsen, erscheinen somit als ‚verrostet‘, also altbacken.
  • Das industrielle Internet der Dinge (IIoT) – Heute werden bereits Systeme implementiert, die zur Spitzentechnik im Bereich des IIoT gehören, doch gibt es noch viele Unbekannten. Als Teil der Generation des IIoT können die Entwickler die Zukunft mitgestalten und sicherstellen, dass sich Unternehmen auf die eigentlichen Innovationen und nicht auf die Integration der Komponenten konzentrieren.
  • Der Einfluss der Maker-Bewegung – Die Maker-Bewegung ist ein sehr disruptives Phänomen: Mit viralen Innovationen wird zuerst an der Basis gerüttelt, um dann mit größerer Gewalt den Status Quo herauszufordern, mit dem Ergebnis, dass alles von Grund auf umgekrempelt wird.

»All diese Trends machen eines deutlich: Ohne einen plattformbasierten Implementierungsansatz sind solche disruptiven Herausforderungen nicht zu bewältigen«, so Jamal weiter. »NI hat den Anspruch, die technologischen Entwicklungen nicht nur zu prägen, sondern noch weiter zu blicken, nicht bei den aktuellen Herausforderungen stehen zu bleiben, und flexible Lösungen und Technologien bereitzustellen. Dazu nutzen wir einen softwarezentrierten plattformbasierten Ansatz, der die problemlose Anpassung an künftige Herausforderungen ermöglicht. So ist es beispielsweise schwer, künftige Systeme auf Basis der Energieinfrastruktur von heute oder auf den Standards für drahtlose Kommunikationssysteme zu bauen, so wie wir sie derzeit verstehen. Wir entwickeln für die Zukunft auf der Grundlage von Systemarchitekturen, die wir noch gar nicht kennen, Technologien, die noch nicht finalisiert sind und Kommunikationsprotokollen, die noch keinen Standardisierungsprozess durchlaufen sind. Dazu müssen wir die Trends von heute als mehr als nur flüchtige Modetechnologien wahrnehmen. Wir müssen uns eingehend mit disruptiven Trends befassen, so dass wir ihren Verlauf zu unseren Gunsten beeinflussen können. Daher liegt Schwerpunkt des neuen »NI Trend Watch 2015« auf dem Internet der Dinge sowie auf weiteren Trends, die durch einen plattformbasierten Ansatz bei technischen Entwicklungen beeinflusst werden.«

Ausführliche Darstellungen der vier oben genannten Trends sind im kostenlosen »NI Trend Watch 2015« zu finden.