Schwachstrom-Sondierung Wie misst man Stromstärke mit einem Oszilloskop?

Den richtigen Messwiderstand auswählen

Es kann sich als schwierig erweisen, den richtigen Messwiderstand für das jeweilige Gerät auszuwählen, jedoch ist dies wichtig, um verschiedene Strombereiche und -eigenschaften genau zu messen. Verwendet man einen größeren Widerstand, erhält man ein hervorragendes Signal-Rausch-Verhältnis, was zu genaueren Messungen führt. Der Nachteil eines größeren Widerstandswertes ist der unerwünschte Spannungsabfall, der durch eine erhöhte Verlustleistung am Widerstand verursacht wird. Die Verwendung eines kleineren Messwiderstandes verringert die Verlustleistung und damit den Spannungsabfall. Dieser niedrigere Widerstandswert weist jedoch auch Nachteile auf, insbesondere hinsichtlich der Messgenauigkeit. Bild 4 zeigt, ob ein hoher oder niedriger Widerstandswert für das jeweilige Mess-Szenario geeignet ist.

Das Design anpassen

Sobald das breite Spektrum an Strömen präzise auf dem Oszilloskop-Bildschirm erfasst wurde, kann daraus abgeleitet werden, wie das Design angepasst werden muss, um die Energieeffizienz zu erhöhen. Die Fläche unter den Kurvenmessungen macht es möglich, die elektrische Ladung (Q) zu verstehen und den Stromverbrauch im Laufe der Zeit einfach zu berechnen. Auf diese Weise werden Bereiche aufgezeigt, in denen Energie verschwendet wird. Es können Messpunkte auftreten, an denen sich das Gerät im Ruhezustand befinden sollte, aber einige Funktionen, die unnötigerweise Strom verbrauchen, bleiben möglicherweise sichtbar.

Nun kann der Stromverbrauch einfach analysiert und das Gesamtbild der dynamischen Strom-Kurvenverläufe betrachtet werden, um die Energieeffizienz des zu untersuchenden Bauteils zu verbessern. Darüber hinaus machen es integrierte automatische Messungen noch einfacher, einen Schritt weiter in der Analyse zu gehen und die Ursache für jegliche Probleme zu finden.