Die Inspektionswelt hat sich verändert Was wurde aus der Null-Fehler-Rate?

Null-Fehler-Rate – dieses Schlagwort hat die Branche lange Zeit massiv beschäftigt. Aber ist die Frage danach heute überhaupt noch sinnvoll? Kann es sie überhaupt geben? Und welche Rolle spielt KI in diesem Zusammenhang – heute und in Zukunft? Wir haben die Inspektionssystem-Hersteller dazu befragt.

Spricht man mit den Anbietern optischer und röntgentechnischer Inspektionssysteme über die „Null-Fehler-Rate“, wird schnell deutlich: Im Grunde genommen versteht jeder etwas anderes darunter.

Wikipedia definiert die Null-Fehler-Strategie wie folgt: »… beschreibt eine fehlerfreie Produktion, bei der kein Ausschuss erzeugt werden soll und daher keine Nacharbeit notwendig wird. … Es wird davon ausgegangen, dass nicht die Produktion von Qualität Kosten verursacht, sondern die Behebung von Fehlern. Das Ziel des Programms ist somit der Ausschluss kleinster Mängel bei jedem vorhandenen Produktionsprozess, also auch bereits in der Entwicklungsphase des Produkts.«

Und was bedeutet das nun…

...für die Null-Fehler-Strategie in der Fertigungslinie? Ist die 100-prozentige Fertigung ohne jeglichen Ausschuss gemeint? Oder geht es eher darum, fehlerhafte Baugruppen zu 100 Prozent sicher aufzuspüren und auszuleiten, Trends zu erkennen und rechtzeitig Korrekturmaßnahmen einzurichten? Oder Pseudofehler zu vermeiden? Würde eine einfache Gut/Schlecht- bzw. Grün/Rot-Information schon reichen, um verlässliche Aussagen über die Fertigungsqualität zu geben? Und wie „grün“ muss ein Inspektionsergebnis überhaupt sein? Zählt ein „orange“ oder ein „gerade noch gut“ auch, wenn es um die Null-Fehler-Strategie geht?

In einem Punkt sind sich die Anbieter jedenfalls einig:…

...Die riesigen Inspektionsdatenmengen müssen nicht nur erzeugt, sondern auch sinnvoll verarbeitet werden, um überhaupt aussagekräftige Angaben über die Qualität der Fertigung geben zu können.

Doch lassen wir die Hersteller einfach selber zu Wort kommen.