Rohde & Schwarz Vorstoß in neue Leistungsklasse

Was sich mit flexiblen Oszilloskopen anfangen lässt

Kennzeichnend ist, dass Entwickler, die sich auf unterschiedliche Marktsektoren konzentrieren, die Geräte flexibel nutzen und für ihre jeweils spezifischen Anforderungen einsetzen können.

Etwa wenn es darum geht, sich mit den Feinheiten rund um serielle Busse herumschlagen zu müssen: Nach einer Umfrage von Rohde & Schwarz verwenden  über 90 Prozent und damit die größte Gruppe der Entwickler die 3000- und 4000er-Geräte für diese Zwecke. Für 90 Prozent der Aufgaben reiche hier eine Bandbreite von bis zu 1GHz aus.  Dafür schätzen die Ingenieure die tiefen Speicher und den History Mode. Zudem erlaubt ihnen das Oszilloskop, schnell zu analysieren, ob ein Problem physikalischen Ebene oder auf der Protokollebene angesiedelt ist.

Über 80 Prozent der Anwender nutzen die Oszilloskope, um die getakteten Stromversorgungen zu prüfen: Verläuft das Power-Sequenceing korrekt, liegen Noise und Ripple in den vorgesehenen Grenzen (z.B. 2% bei 1 V), wie lange ist die Einschwingzeit? Dazu müssen die Oszilloskope über Eigenschaften wie geringes Rauschen, ein genauen Spannungsmesser, und einen tiefen Speicher verfügen.

Wer sich mit Analogtechnik beschäftigt, benötigt eher geringe Bandbreiten, dafür muss er aber hohe Spannungen messen können. Außerdem nutzt er gerne die mathematischen Funktionen des Oszilloskops. Er erwartet zudem vom Oszilloskop, dass es mit differentiellen Strom- und Hochvolt-Tastköpfen arbeitet, geringes Rauschen, tiefe Speicher und einen hohen CMRR-Wert verfügt. Er freut sich, wenn das Oszilloskop möglichst viel aus den Waveforms herausholt.

Auch wer mit der Entwicklung von embdded Systemen befasst ist, wird vor allem auf die Waveforms achten und die Bandbreite von 1 GHz reiche laut Leutiger für 90 Prozent der Fälle aus.

All diese verschiedenen Anwender können sich nun also die Funktionen aussuchen, die sie für ihre jeweiligen Einsatzfälle benötigen und profitieren gleichermaßen von der Flexibilität, die ihnen ein Oszilloskop bietet.

Neue Tastköpfe

Zudem verfügen sie über die erforderlichen Tastköpfe und Tastkopfschnittstellen, die es den Oszilloskopen erst ermöglichen, die hohe Leistungsfähigkeit umsetzen zu können. Von passiven über aktive bis zu speziellen, etwa Hochvolt-Tastköpfen, Strom und Power-Rail-Tastköpfen reicht das Programm. Mit den Typen RT-ZD01 und RT-ZD002/003 (25 MHz/100 MHz, 750/1400 Vpeak) sowie RT-ZD07/15/16/60 (100 MHz/200 MHz, 750/1500/6000 V Eingangsspannung) hat Rohde und Schwarz zusammen mit den neuen Oszilloskopen auch zwei neue aktive Testkopfserien für hohe Spannungen und hohe Frequenzen auf den Markt gebracht. Die Mitglieder der RT-ZHD-Familie erreichen eine DC-Genauigkeit von 0,5 % und CMRR-Werte von 80 dB von DC bis 60 Hz, 60 dB bei 1 MHz und 30 dB bei 100 MHz.
Für alle neuen Geräte können die Anwender das bereits bestehende umfangreichen Spektrum an Tastköpfen nutzen: »Alles, was sie in der Vergangenheit gekauft haben, können die Entwickler weiter benutzen«, so Mathias Leutiger.   

Das RTA 4004 erreicht mit seinem eigens entwickelten 10-Bit-A/D-Wandler 5 GSamples/s und verfügt über einen segmentierten Speicher von 1 GSample.

Mit einem Einstiegspreis von 835 Euro zielt Rohde & Schwarz mit dem hochintegrierten Oszilloskop RTM3004 auf den Einsatz im Bildungsumfeld ab. Auch Hobbyisten werden mit dem Oszilloskop viel anfangen können, das sich als 8-Kanal-Logianalysator, 4-Kanal-Mustergenerator, Protokollanalysator für serielle Busse, Voltmeter, Komponententester, Spektrumanalysator und Zähler nutzen lässt.