Sensorik und Messtechnik Umsatz rückläufig, Auftragseingang stabil

Umsatzentwicklung der Sensorik- und Messtechnik-Branche jeweils im dritten Quartal von 2008 bis 2012
Umsatzentwicklung der Sensorik- und Messtechnik-Branche jeweils im dritten Quartal von 2008 bis 2012

Laut der Quartalsumfrage des AMA Fachverbandes für Sensorik ging der Umsatz der Sensorik- und Messtechnik-Branche im dritten Quartal 2012 im Vergleich zu Q2 um 2,8 Prozent zurück - bei unverändert stabilen Auftragseingängen. Für das vierte Quartal erwartet die Branche ein Umsatzplus von einem Prozent.

Die Sensorik und Messtechnik leide unter den regressiven wirtschaftlichen Entwicklungen anderer Industriezweige wie etwa der Automobilbranche, heißt es in einer Stellungnahme des Verbandes. Zudem drückten die weiteren Einbrüche der deutschen Exporte, die wiederum auf die Konjunkturschwäche vieler Euro-Länder zurückzuführen seien, auf die Branche. Ein geschwächter wirtschaftlicher Euroraum wirke sich inzwischen deutlich auf die deutsche Industrie aus und senke die Nachfrage nach deutschen Industrieerzeugnissen insgesamt. Dies machte sich indirekt auch in der industriellen Nachfrage aus dem Inland bemerkbar und ließ die Umsätze der Sensorik und Messtechnik im dritten Quartal abschmelzen.

Die Auftragseingänge der Branche zeigten sich hingegen in zwei aufeinander folgenden Quartalen unverändert.

Einige AMA-Mitglieder setzen auf eine leicht anziehende wirtschaftliche Entwicklung etwa in der Robotik und dem Maschinenbau. Diese Zuversicht drückt sich in einem prognostizierten Umsatzplus von 1,4 Prozent für das vierte Quartal aus.

»Die Sensorik und Messtechnik schraubt ihre Erwartungen zurück, bleibt aber insgesamt zuversichtlich, weil sich die konjunkturelle Verlangsamung nicht in allen Industriezweigen gleichermaßen niederschlägt«, resümiert Thomas Simmons, Geschäftsführer des AMA Fachverbandes für Sensorik.