ams bleibt dran Übernahme von Osram durch ams gescheitert - vorerst

Ab 2023 sollen Lichtquellen für Pixel-Matrix-Frontscheinwerfer mit 25.000 Lichtpunkten auf den Markt kommen.

Die Mindestannahmeschwelle von 62,5 Prozent für die Übernahme von Osram hat ams nicht erreicht. Das endgültige Niveau der Annahmen betrug 51,6 Prozent.

»Nach dem Scheitern der bisherigen Übernahmeversuche behalten wir jetzt unsere Eigenständigkeit und gestalten unsere Zukunft selbst«, sagte Olaf Berlien, CEO von Osram. Das Management lade die ams-Führung zu Gesprächen darüber ein, wie eine sinnvolle und für beide Unternehmen vorteilhafte Kooperation im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben aussehen könnte.

Derzeit finde eine Prüfung der Bücher durch die Finanzinvestoren Advent und Bain Capital statt, die eine Offerte für Osram in Aussicht gestellt haben. »Unabhängig vom Ausgang dieser Prüfung sowie der Gespräche mit ams wird Osram seinen Weg zum Photonik-Champion konsequent vorantreiben und zeitnah ein Update zu der im November 2018 vorgestellten Unternehmensstrategie präsentieren, welches Vorstand und Aufsichtsrat parallel zu dem Bieterprozess begonnen haben, zu erarbeiten«, schreibt Osram auf seiner Website. Osram konzentriere sich dabei vor allem auf die Themenfelder Verschlankung des Produktportfolios, zügiger Ausbau zukunftsfähiger Produkte und Optimierung sämtlicher Bereiche sowie Verbesserung der Profitabilität.

Bei der für den 12. November 2019 geplanten Vorlage der Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr (per 30. September) wird Osram diesen neuen Osram-Plan aktualisieren, einen Ausblick für 2020 vorlegen sowie Details zur weiteren Transformation zu einem halbleiterbasierten Hightech-Photonik-Unternehmen bekannt geben.

ams bleibt dabei

Die Situation sieht ams etwas anders: ams hält die Kombination von ams und Osram weiterhin für strategisch überzeugend, weil nur sie es ermögliche, einen weltweit führenden Anbieter von Sensoriksystemen und Photonik in Europa zu etablieren. Im Hinblick darauf und mit der Unterstützung der ams-Aktionäre prüft ams strategische Optionen, um die Akquisition von Osram, die ein stärkeres kombiniertes Unternehmen schafft, auf Basis seiner Aktionärsposition weiter zu verfolgen.

»Obwohl das hochattraktive ams-Angebot für Osram, das ein volles Bewertungsniveau bedeutet, nicht erfolgreich war, sind die strategische Logik und die bedeutenden Vorteile der Kombination von ams und Osram weiter gültig«, sagt Alexander Everke, CEO von ams. »Unsere Vision mit Osram ist es, einen global führenden Anbieter von Sensoriksystemen und Photonik zu schaffen, der auf europäischer Technologie basiert und damit sicherstellt, dass Europa seine weltweite Spitzenstellung bei optischen Technologien beibehält. Im Dialog mit Osram wollen wir auf unserer Stellung als größter Aktionär aufbauen, um weiter den vollen Erwerb von Osram zu verfolgen und so eine solide Zukunft für das Unternehmen zu sichern.«