Festkörperlaserstrahlquellen Trumpf verdoppelt Entwicklungs- und Produktionsfläche

Der Trend hin zu Festkörperlaserstrahlquellen hält weiter an, daher investiert Trumpf am Standort in Schramberg 30 Millionen Euro in die Entwicklung und Produktion der Strahlquelle.
Der Trend hin zu Festkörperlaserstrahlquellen hält weiter an. Darauf reagiert Trumpf und investiert 30 Millionen Euro in die Entwicklung und Produktion der Strahlquelle am Standort in Schramberg.

Der Werkzeugmaschinen- und Laserhersteller Trumpf investiert 30 Millionen Euro in sein Standbein Festkörperlaserstrahlquellen am Standort Schramberg. Geplant sind der Neubau eines 12.000 qm großen Entwicklungs- und Produktionsgebäudes sowie der Ausbau des Entwicklungszentrums um weitere 1800 qm.

Mit dem Neubau verdoppelt Trumpf die verfügbare Fläche nahezu und schafft damit Platz, um alle Produktionsabteilungen wie Reinräume, Montage und Bürobereiche gemeinsam unterzubringen – was sich wiederum positiv auf Materialfluss und Durchlaufzeiten auswirken soll. 

Bis Ende 2017 soll die Produktion im Neubau in Schramberg ihren Betrieb aufnehmen. 

»Der Trend hin zum Einsatz von Festkörperlaserstrahlquellen in der industriellen Fertigung ist ungebrochen«, erklärt Peter Leibinger, stellvertretender Vorsitzender der Trumpf GmbH + Co. KG und Vorsitzender des Geschäftsbereichs Lasertechnik. »Schramberg ist die Wiege der Laserindustrie in Deutschland und ein Vorreiter für Festkörperlaser weltweit. Mit unseren Investitionen schaffen wir die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Lasers«, unterstreicht Leibinger die Strategie des Unternehmens und die Bedeutung des Standorts. »Abhängig von der konjunkturellen Entwicklung im Lasergeschäft sind wir optimistisch, in den kommenden Jahren auch zusätzliche Arbeitsplätze am Standort in Schramberg zu schaffen«, so Leibinger.

Die Nachfrage steigt

Im aktuellen Geschäftsjahr 2015/16 hat Trumpf im Durchschnitt etwa 60 Prozent seiner Werkzeugmaschinen für Schneidanwendungen mit Festkörperlasern ausgestattet. Im nächsten Jahr zeichnet sich ein klarer Trend hin zu 70 Prozent ab. 

Auch abseits vom Laserschneiden steigt die Nachfrage nach Festkörperlasern für die Materialbearbeitung. »Der Festkörperlaser macht viele industrielle Anwendungen überhaupt erst möglich«, erläutert Leibinger. »Insbesondere in der Mikrobearbeitung eröffnet uns der Laser neue, faszinierende Möglichkeiten. Aber auch im Bereich von High-Power-Anwendungen etwa im Automobil- oder Schiffsbau haben sich Festkörperlaser als zuverlässige Strahlquelle in der Industrie etabliert.«

Die Vorteile von Festkörperlasern nutzen

Anders als bei CO2-Lasern lässt sich das von Festkörperlasern emittierte Licht aufgrund seiner kleineren Wellenlänge von einem Mikrometer in flexible Glasfasern einkoppeln, sogenannte Laserlichtkabel. Vorteil hierbei: Das Laserlicht kommt bequem und ohne Umwege zum Werkstück, weshalb der Festkörperlaser auch deutlich einfacher in Produktionslinien integrierbar ist. Der CO2-Laser hingegen ist bei der Strahlführung zum Werkstück aufgrund der größeren Wellenlänge von zehn Mikrometern auf sensible Spiegeloptiken angewiesen. Ein weiterer Vorteil von Festkörperlasern ist, dass ihr Gesamtwirkungsgrad vergleichsweise hoch ist, was die Strahlquelle wirtschaftlicher und effizienter macht.