Die Testo Sensor GmbH ist das neueste Mitglied des Testo-Konzerns Testo gründet neue Tochterfirma

Das Team der neuen "testo sensor GmbH" von links nach rechts: Geschäftsführer Michael O. Spaeth, Frank Griesser, Axel Grode, Michael Winterhalter, Roland Lohrer.
Das Team der neuen Testo Sensor GmbH (von links nach rechts): Geschäftsführer Michael O. Spaeth, Frank Griesser, Axel Grode, Michael Winterhalter, Roland Lohrer.

Der in Lenzkirch ansässige Messtechnik-Hersteller Testo hat eine neue Tochterfirma ins Leben gerufen. Die Testo Sensor GmbH entwickelt, produziert und vertreibt Temperaturfühler, die beispielsweise in Heizungs- und Solaranlagen sowie in der Klimatisierung in Autos Einsatz finden.

Derartige Temperaturfühler produziert Testo bereits seit vielen Jahren. Nun hat sich das Unternehmen entschlossen, das Geschäft der so genannten Einbaufühler strategisch anzugehen und hat hierfür eine Tochterfirma gegründet. »Im Markt der Temperaturfühler, die sich in vielen Produkten des alltäglichen Gebrauchs und der Arbeitswelt wieder finden, steckt ein sehr großes Potenzial«, begründet Testo-Vorstandsvorsitzender Burkart Knospe diese Entscheidung. »Wir wollen diesen Markt gezielt angehen und dieses Potenzial für uns erschließen.«

Die neue Firma steht auf drei Säulen: Qualität, Liefermanagement sowie technische Beratungskompetenz von der Entwicklung bis zur Serienfreigabe. Dabei sieht sich das neue Unternehmen nicht als verlängerte Werkbank, sondern als selbstständiger Entwicklungspartner, der über eigene technische Kompetenz und eigenes Engineering-Know-how verfügt.

Geschäftsführer der neuen Firma ist Michael O. Spaeth (46). Und der setzt gleich ehrgeizige Ziele: »In spätestens fünf Jahren wollen wir uns auf diesem hart umkämpften Markt einen Namen gemacht haben«, erklärt er. Ein Ziel, das er als sehr realistisch einschätzt. Dabei wagt er sich in schwierige Gewässer vor, denn auf dem Markt gibt es viele starke Wettbewerber. Er sieht jedoch klare Stärken bei Testo Sensor. »Wir sehen uns als Entwicklungspartner der Kunden und nicht nur als Teile- und Komponentenlieferant«, führt er aus. »Wir haben die große Forschungs- und Entwicklungskompetenz der Testo AG im Rücken, die es uns erlaubt, eine Null-Fehler-Qualität und innovative Lösungen zu produzieren«, so Spaeth. »Außerdem können wir auf das weltweite Vertriebsnetz zurückgreifen, das uns in der Vermarktung unserer Produkte unterstützt.« Und in der Tat erhält das Start-Up-Unternehmen tatkräftige Unterstützung vom Mutterkonzern: Leistungen wie Produktion, Verwaltung, Marketing und IT beispielsweise werden von der Testo AG bezogen. Sitz von Testo Sensor wird am Stammsitz der Testo AG in Lenzkirch sein.

Wenn es nach dem Testo-Vorstandsvorsitzenden Burkart Knospe geht, soll die neue Tochterfirma dem Messtechnik-Hersteller ein ähnliches Wachstum bescheren, wie die Dienstleistungstochter Testo Industrial Services in Kirchzarten: Das Unternehmen startete 1999 als Ausgründung mit zehn Mitarbeitern und erwirtschaftet heute mit etwa 280 Mitarbeitern einen Umsatz von 20 Millionen Euro.

Weltweit beschäftigt die Testo AG über 2000 Mitarbeiter in 30 Tochterfirmen und 80 Vertretungen und erzielte im Jahr 2010 einen konsolidierten Umsatz von 185 Millionen Euro. Im Krisenjahr 2009 hatte das Unternehmen vor allem auf Forschung und Entwicklung gesetzt und mit rund 17 Prozent des Umsatzes überdurchschnittlich in diesen Bereich investiert.