Nach »Plagiarius 2012« Tecsis gewinnt Plagiatsklage gegen chinesische Fälscher

Die besonders dreiste Fälschung eines Manometers von Tecsis wurde bereits 2012 mit dem Plagiarius ausgezeichnet. Links das Original, rechts die Fälschung.
Die besonders dreiste Fälschung eines Manometers von Tecsis wurde bereits 2012 mit dem Plagiarius ausgezeichnet. Links das Original, rechts die Fälschung.

Der Messtechnik- und Sensorhersteller Tecsis hat sich in China vor Gericht erfolgreich gegen ein chinesisches Unternehmen gewehrt, das Plagiate von Tecsis-Produkten produziert und vertrieben hat.

Bereits 2010 waren die gefälschten Manometer auf dem chinesischen Markt aufgefallen. Bei einer daraufhin eingeleiteten Razzia in einer Produktionsstätte in der Nähe von Shanghai stellte die chinesische Polizei und AIC (Administration of Industry and Commerce) zahlreiche gefälschte Produkte mit dem markenrechtlich auch in China geschützten Tecsis-Logo sicher. Bereits 2012 wurde diese besonders dreiste Fälschung mit dem Plagiarius ausgezeichnet.

Im Zuge der Ermittlungen fielen auch die Produkte der Eigenmarke DMASS auf, die eine Produktion »Made in Germany« vortäuschen. Tecsis verfolgte auch diesen Betrug, erreichte die Löschung der Briefkastenfirma DMASS in Deutschland und bekam die deutsche Marke DMASS kürzlich im Rahmen einer Pfändung zugesprochen.

In dem jetzt abgeschlossenen Verfahren verurteilte das Gericht das chinesische Unternehmen zu einer Geldstrafe. Das Urteil muss zudem auf der Website des chinesischen Unternehmens veröffentlicht werden.

Tecsis selber sieht in diesem Urteil eine positive Entwicklung des chinesischen Marktes und des dortigen Justizsystems. Die Sanktionierung von Rechteverletzern werde zudem weitere potentielle Fälscher abschrecken.