GEMAC Stationäres CAN-Fehlerdiagnosegerät mit neuen Funktionen

Die Ges. f. Mikroelektronikanwendung Chemnitz GEMAC erweitert das stationäre CAN-Diagnosegerät CANobserver um drei neue Features: Ab sofort bietet es fünfmal mehr Speicherplatz und unterstützt E-Mail-Benachrichtigung sowie das SAE-J1939-Protokoll.

Zunächst stehen dem Anwender statt bisher vier künftig 20 Datensätze mit einer Speicherkapazität von insgesamt zehn Jahren zur Verfügung. Darüber hinaus wurde die Möglichkeit einer E-Mail-Benachrichtigung integriert, die den Anwender sofort per E-Mail informiert, wenn der CANobserver einen Fehler im CAN-Bus diagnostiziert. Abgerundet wird das Diagnosegerät mit der Erweiterung um das Protokoll SAE J1939. Damit werden über den Bus Messdaten wie Motordrehzahl, Druck, Temperatur und andere technische Parameter im Antriebsstrang übertragen.

Der CANobserver ist ein Diagnosetool zur physikalischen und logischen Langzeitüberwachung von CAN-, CANopen-, DeviceNet- und SAE-J1939-Systemen. Er wird stationär in CAN-Bus-Anlagen eingebaut, wo er kontinuierlich den Datenverkehr im laufenden Betrieb kontrolliert. Dabei speichert er Fehler und Abweichungen von vorgegebenen Soll-Werten bis zu zehn Jahre. Sowohl sporadische Busbeeinträchtigungen, wie etwa äußere EMV-Einflüsse, als auch eine sich langsam verschlechternde Signalqualität, zum Beispiel durch Verschleiß der Steckverbindungen, sind dadurch rechtzeitig erkennbar. Die Fehler meldet er per E-Mail sofort dem Anlagenbetreiber, der bei Bedarf eingreifen kann, bevor es zu Ausfällen kommt. Über programmierbare Fehlerausgänge lassen sich externe Geräte und Signalgeber ansteuern. Bedient wird der CANobserver zentral über eine Ethernet-Schnittstelle und ein benutzerfreundliches Webinterface. Die Leitstellenanbindung erfolgt über SNMP.

Teil einer CAN-Diagnose-Familie

Der CANobserver ist als stationäre Ergänzung zum CAN-Bus Tester 2 (CBT2) der GEMAC konzipiert. Der CBT2 ist vor allem für die Erstinbetriebnahme von CAN-Anlagen konzipiert. Die Überwachung der daraus ermittelten Signalqualität lässt sich dann mit dem CANobserver sicherstellen. Stellt der CANobserver Fehler in der Anlage fest, so kann der CBT2 mit weitergehenden, teilnehmerspezifischen Diagnosefunktionen die Fehlersuche unterstützen. Der CBT2 verfügt über eine USB-Schnittstelle zum Anschluss an einen PC oder Laptop. Mit einer integrierten Möglichkeit zum Update sind sowohl der CBT2 als auch der CANobserver für zukünftige Erweiterungen gerüstet.